Aufgedeckt: diese 6 Verkehrs-Mythen sind falsch!

Mal ehrlich, es gibt viel zu viele Regeln im Straßenverkehr. Was an sich ganz gut ist, denn so wird die Sicherheit im Auto deutlich erhöht – wenn man sich denn an jede Regel erinnern kann. Manche Sachen, die so nicht ganz richtig sind, halten sich hartnäckig in unseren Köpfen. Absolut relax deckt auf!

1. Werktage und Parken

Parken ist immer ein leidiges Thema, und Parkplätze wahrscheinlich noch leidiger. Beispiel: Sie finden eine Parkverbotszone mit dem Zusatzschild Werktags 8 – 20 Uhr. Es ist Freitagabend und Sie freuen sich, dass Sie etwas bis morgen gefunden haben. Doch Vorsicht: auch wenn der Samstag in immer weniger Fällen ein Arbeitstag ist, ist er im Verkehrsrecht noch ein Werktag! Eine Erfahrung, für die der Autor dieses Artikels möglicherweise bezahlen musste – wortwörtlich.

2. Parklücke freihalten – der lebende Leitkegel

Bleiben wir noch kurz beim Parken: wenn Sie auf der anderen Straßenseite einen freien Parkplatz sehen, kann es sein, dass der schon weg ist, bis man eine Möglichkeit zum Wenden hat. Schnell lässt man den Beifahrer aussteigen, damit dieser den Platz besetzen kann. Das ist nicht erlaubt, denn das Auto, das zuerst in die Parklücke kommt, kriegt den Parkplatz auch. Ausnahme: wenn ein Auto gerade zurücksetzt, um in eine Parkfläche zu parken, darf ein anderes Auto nicht schnell vorwärts in die Lücke rein und den Platz wegschnappen. Extrembeispiel:

3. Rechts überholen ist immer verboten

Grundsätzlich müssen Sie links überholen, das kennt man ja bereits. Allerdings gibt es sowohl innerorts als auch außerorts Ausnahmen. Innerorts darf man, wenn mehrere Spuren in dieselbe Richtung führen, rechts überholen. Außerorts findet sich dagegen nur auf der Autobahn was. Da darf man auf dem Beschleunigungsstreifen rechts überholen, wenn man sich vor ein langsames Fahrzeug einfädeln möchte. Oder eben bei stockendem Verkehr. Überholen kann man, wenn die linke Spur nicht mehr als 60 fährt und man selbst mit nicht mehr als 20 km/h Unterschied überholt. Wenn man es allerdings falsch macht, gibt es hohe Geldstrafen und einen Punkt.

4. Motorräder dürfen im Stau alles

Auch wenn man es gefühlt immer häufiger sieht und es nirgendwo genau im Gesetz steht: Motorräder dürfen im Stau nicht überholen. Zum einen, wenn sie die Regeln für das rechts Überholen missachten (wie gerade erwähnt), zum anderen, weil beim Überholen ein Sicherheitsabstand von einem Meter zum Nebenfahrzeug vorhanden sein muss. Also zusammengefasst ein 2-in-1-Paket, das sich definitiv nicht lohnt.

Bei so vielen Zweirädern ist wahrscheinlich alles egal.

5. Barfuß am Gaspedal?

Tatsächlich gibt es kein Gesetz, das vorschreibt, welche Schuhe man beim Fahren zu tragen hat. Und ob überhaupt Schuhe überhaupt sein müssen. Also stehen technisch gesehen den Flip-Flops, High Heels und nackten Füßen nichts im Wege. Allerdings sollte man dann keinen Unfall verursachen, weil die Versicherung das nicht so gerne sieht. Und außerdem ist mit festem Schuhwerk fahren entspannter und sicherer.

6. Wer auffährt hat immer Schuld

Jemanden auszubremsen ist ein Mittel, was von manchen Autofahrern eingesetzt wird, um das hinter einem fahrende Auto zu bestrafen. Mit der Begründung: „Wer auffährt, hat Schuld“, sehen diese Fahrer keinen Grund zur Sorge. Aber dieses Manöver ist nicht nur gefährlich, sondern kann auch was kosten: denn oft wird dem Vorausfahrenden eine Teilschuld zugesprochen, beim Ausbremsen manchmal sogar die volle Schuld.

Martin bloggt: 3 Typen Hupen

Manchmal nervt der Stadtverkehr…

Er zerrt an den Nerven, bringt dich zur Verzweiflung, lässt dich Fluchen und Beten zugleich und versaut dir nicht selten den Feierabend: Der Stadtverkehr.
 
Drängeln. Schneiden. Gas geben. Abstoppen. Rote Ampeln, fast rote Ampeln und kaum mal grün. Aufblenden. Schimpfen. Hupen. Angehupt werden. Sich beruhigen und wieder aufregen.
 
Seit ich mit meinem Roller „Traudl“ gesegnet bin, darf ich am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen. Zwar ist man mit einem Roller immer noch etwas flinker und freier als mit dem breiten Auto, den Feierabendverkehr kann man aber dennoch live und unzensiert miterleben
 
Deshalb kann ich mit gehörigem Abstand und guter Laune meine Beobachtungen im Straßenverkehr mit euch teilen 🙂
 

Teil 1: Verschiedene Arten zu hupen

 
Nach langwierigen (eine Woche in die Arbeit und zurück 😉 ) Untersuchungen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es verschiedene Arten zu hupen gibt. Ich unterteile sie in freundlich, aggressiv und bösartig-nachhaltig. 
 

1. Freundliches Hupen (FH):

Der liebenswerte Typ Mensch macht es gerne. Mit Verständnis für angespannte Gemütslagen und fehlerhaftes Verhalten versucht er freundlich auf sich aufmerksam zu machen, ohne andere Verkehrsteilnehmer dabei in große Hektik zu versetzen. Er ist gerne everybodys darling, war früher Klassensprecher und trifft überall Leute, die er kennt.
FH klingt in etwa so:

 
 

2. Aggressives Hupen (AH):

Hektik und Ungeduld lassen leider allzu oft dieses Hupen ertönen. Der Mensch dahinter ist auf  ein möglichst schnelles Vorankommen aus und kann kein Verständnis für Fehlverhalten aufbringen. Dafür hat er es zu eilig. Er möchte niemanden mit dem Hupen schaden, macht sich aber auch keine Gedanken um mögliche psychische Auswirkungen. Typ Wallstreet-Broker oder Kopfgeldjäger 😉
Aggressives Hupen dauert etwa 1-2 Sekunden lang, und wiederholt sich nur bei erneutem Kontaktversuch:
 
 

3. Bösartig-nachhaltiges Hupen (BNH)

Der Unsympath im Straßenverkehr belässt es nicht beim aggressiven Hupen. Sein Ziel ist es, den unachtsamen Verkehrsteilnehmer nicht nur zu belehren, sondern ihn so zu verstören, dass dieser noch seinen Kindeskindern erzählen wird: „Das war damals, im selben Jahr als ich so angehupt wurde“.  
 
Der boshaft-nachhaltige Huper (BNH) zeichnet sich durch cholerisches Verhalten im Straßenverkehr, aber auch im normalen Leben aus. Er schreit mitunter Bedienungen an, möchte stets den Vorgesetzten am Telefon sprechen und bleibt breitbeinig mit wütendem Blick in engen Fußgänger-Passagen stehen, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. 
 
Er lächelt selten, schimpft aber ausgiebig über Politik und/ oder Fußball. Böse Zungen behaupten, er sei der typische BILD-Leser.
 
Sein Gehupe zeichnet sich dadurch aus, dass auf aggresives Hupen noch eine zweite oder sogar dritte, längere Hup-Sequenz folgt. Wichtig dabei ist, dass auch andere Verkehrsteilnehmer dadurch auf das „Opfer“ aufmerksam werden. Der BNH erhofft sich dadurch eine Kollektiv-Strafe anzuzetteln, deren Konsequenz böse Blicke und eindringliches Kopfschütteln sind:
 
 

Richtiges Verhalten auf BNHs:

 

 

Oder so:

 

Falsches Verhalten:

 
Kommt gut nach Hause und schönes Wochenende,
Euer Martin