Deutsche in den US-Charts

In den vergangenen Jahrzehnten dominierte der US-Markt das globale Musikgeschehen. Musiker, Bands, Produzenten, die größten Einflüsse und neuen Trends schwappen früher oder später über den „großen Teich“.

Wir stellen hier vor welche deutschen Künstler am erfolgreichsten gegen-schwappten und riesige Erfolge in den Staaten erzielen konnten.

 

The Scorpions

Wer kennt sie nicht. Mit Hymnen wie „Wind of Change“ und „Rock You Like A Hurricane“ feiert die deutsche Band nicht nur in den USA, sondern weltweit gigantische Erfolge. Mit über 100 Millionen verkauften Tonträgern zählen The Scorpions zu den erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten.

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Nena 

Ihr Hit „99 Luftballons“ wird auch in englischer Sprache aufgenommen („99 Red Balloons“), bringt ihr 1983 internationale Bekanntheit und den 2.Platz der US-Charts. Bis heute ist der Song ein Dauerbrenner auf jeder ordentlichen Feier.

Nena verkauft insgesamt über 25 Millionen Platten und zählt somit zu den erfolgreichsten deutschen Musikern überhaupt.

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Rammstein

Obwohl sie ausschließlich auf Deutsch singen/schreien kommt ihre Musik sensationell bei den Amis an: Mehrere Top 100 Alben – sogar eins auf Platz 13!

Kurios: Als ihnen einmal auffiel, dass überwiegend Rechtsextreme US-Bürger ihre Auftritte besuchten, brachen sie kurzerhand ab und schrieben daraufhin den Song „Links 2 3 4“ mit Refrain („Mein Herz schlägt Links“). Chapeau.

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Cascada

Sie bring seit 2006 insgesamt vier Alben raus, schafft es mit den ersten drei jeweils in die Top 200 der US-Charts und mit dem ersten davon „Everytime We Touch“ sogar auf Platz 67. Nebenbei vertritt sie Deutschalnd 2013 beim Eurovision Song Contest (Platz 21).

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Sarah Connor

Ein Stückchen weiter nach oben, auf Platz 54 der US-Charts, klettert sie mit Bounce in 2004.

Aber was ist seitdem passiert liebe Sarah?

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Tokio Hotel

Sie wurden „über Nacht“ berühmt und durften einige Monate lang das erleben, was für Justin Bieber schon gähnender Alltag ist: Ekstatisch kreischende, 11-14 jährige Mädchen.

Nichtsdestotrotz, Fans sind Fans und Fans sind Geld… genug Geld um das Album Scream (2009) auf Platz 39 zu hiefen. Hier das Lied zu ihrem internationalen Durchbruch, auf Englisch natürlich.

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Im zweiten Teil widmen wir uns nicht direkt den Musikern selbst, sondern den Produzenten:

 

Bert Kaempfert

Er geht als Entdecker und erster Produzent der Beatles in die Geschichtsbücher ein. Er war Pionier im Bereich des „Easy Listening“, Musik, die nicht stört und nebenbei laufen kann, und zweiterfolgreichster deutscher Orchesterchef nach dem zweiten Weltkrieg.

 

James Last

Er komponierte weit über 200 Stücke und mehr als 50 Hit-Alben. In den US-Charts erreichte er mit “The Seduction“ Platz 28. Sogar in Hollywood wurde seine Arbeit hoch angesehen: Er komponierte u.a. Musik für die Kill-Bill Filme.

Hier seine „Gypsy-Melodie“:

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Hans Zimmer

Um diese Liste gebührend abzurunden schmücken wir sei mit einem der erfolgreichsten Musikproduzenten Hollywoods. Seine Unterschrift hängt an folgenden Filmen:

Rain Man, Der König der Löwen, Gladiator, The da Vinci Code – Sakrileg, Pearl Harbor, Last Samurai, Transformers, Fluch der Karibik, The Dark Knight, Inception, Scherlock Holmes, Hannibal, The Ring 1+2, Mission: Impossible 2, Thelma & Louise, und und und…

Hier der oscarnominierte Soundtrack zu Inception, „Time“… am besten die Augen schließen:

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Hintergrundchecks – „Lucy in the Sky with Diamonds“, „Born in the USA“ und „Wind of Change“

Bruce Springsteen

Bruce Springsteen at the New Haven Coliseum von Carl Lender auf flickr – CC BY

Lucy in the Sky with Diamonds – The Beatles

Dieses Lied erschien 1967 auf dem Album „Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band“ und ist wohl bezüglich seiner Entstehungsgeschichte der umstrittenste Beitrag der Beatles.

Der surrealistische Text kann mit Halluzinationen assoziiert werden, die durch LSD verursacht werden. In dem Titel ist sogar die Abkürzung zu finden (Lucy in the Sky with Diamonds) – nur Zufall oder eine verschlüsselte Botschaft?

Die Beatles gaben zwar zu LSD konsumiert zu haben – zur Blumenkinderzeit nicht ungewöhnlich – präsentierten jedoch eine eigene Version wie der Titel zustande gekommen ist: Johns Sohn Julian ging zusammen mit einem Mädchen namens Lucy in die Schule. Dort malte er ein Bild, welches er mit nach Hause brachte. Auf Johns Frage, was es darstellen sollte, antwortete dieser: „Lucy in the sky with diamonds“.

Ob glaubhaft oder nicht, muss jeder für sich entscheiden.

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZqXmBy1_qOQ

Born in the USA – Bruce Springsteen

1984 wurde „Born in the USA“ auf dem gleichnamigen Album veröffentlicht.

Im selben Jahr wollte es Ronald Reagan, aufgrund des patriotisch klingenden Titels, in seinem Präsidentschaftswahlkampf verwenden – ein fataler Fehler! Bruce Springsteen singt nämlich von einem Vietnam-Kriegsveteran in der Ich-Form und kritisierte damit die Politik der damaligen Regierung.

Der Sänger sah sich gezwungen den Gebrauch des Liedes zu unterbinden.

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Wind of Change – Scorpions

Die Scorpions waren die erste deutsche Hard Rock Band, die 1988 in der Sowjetunion Konzerte geben durfte.

Die Idee zu dem Lied „Wind of Change“ kam der Band ein Jahr später bei einem Konzert in Leningrad (heute St. Petersburg) – sie wurden Zeugen eines magischen Moments, der eine wichtige geschichtliche Bedeutung hatte.

Sowohl Musiker und Journalisten aus West und Ost als auch Mitglieder der Roten Armee fuhren zusammen in einem Boot auf der Moskva zum Gorki Park – ein Ereignis, das in der Vergangenheit noch undenkbar gewesen wäre.

Sie spürten wohl, dass der Kalte Krieg nicht mehr lange andauern würde.

https://vimeo.com/32123706