Die spektakulärsten Konzerte aller Zeiten

Brot und Spiele. Mehr brauchen die Menschen nicht. Schon im antiken Rom versammelten sich friedlich tausende Menschen um lediglich „unterhalten“ zu werden.

Die geteilte Emotion innerhalb des Kollektivs stärkt das Empfinden jedes Einzelnen – das hat sich bis heute nicht geändert: nur jubeln wir keinen Gladiatoren mehr zu, sondern Musikern– bei Konzerten, mit bis zu mehreren Millionen Gleichgesinnten.

In dieser Liste werden Meilensteine der Konzertgeschichte gezeigt… vielleicht warst du ja auf einem davon!?

 

Platz 8 – Das erste Rolling Stones Konzert in Deutschland

Am 11. September 1965 eröffneten die Stones vor 10 000 Fans ihre erste Deutschland-Tournee, in der Münsterlandhalle in Münster.

 

 

Platz 7 – Simon & Garfunkel im Centralpark

Das zweite gemeinsame Konzert nach ihrer eigentlichen Trennung hielten Paul Simon & Art Garfunkel im Cenralpark New York ab. Sie lockten 500.000 Zuschauer an und verlangten nicht mal Eintritt.

Highlight: Als die Leute anfingen (viele davon barfuß), in der Abenddämmerung zu „Late in the Evening“ zu tanzen.

 

Platz 6 – Das Konzert für Berlin

Sonntag, 2. November 1989 – drei Tage nach dem Fall der Mauer. Joe Cocker, Melissa Etheridge, Udo Lindenberg, Nena und viele weitere spielten vor ( über den Tag verteilt) 50.000 Zuschauern in der Deutschlandhalle.

Die Bürger Berlins wurden aufgefordert ihre Radios an das Fenster zu stellen, um die ganze Stadt mit den Klängen zu erfüllen – herrlich! Intention der Veranstaltung war übrigens das Willkommen heißen der ostdeutschen Jugend im Westen.

 

Platz 5 – New Yorker Philharmonie im Centralpark

Das größte Klassikkonzert aller Zeiten, vor 800.000 Zuschauern, zelebrierte die Umwidmung der Freiheitsstatue im Jahr 1986. Das Konzert wiederholt sich in unregelmäßigen Abständen bis heute.

 

Platz 4 – Die Rolling Stones auf einem Lastwagen durch die Straßen New Yorks

Während einer Pressekonferenz zur Ankündigung ihrer bevorstehen Tour im Jahr 1975 kam Schlagzeuger Charlie Watts auf diese sensationelle Promo-Idee.

 

Platz 3 – Die Beatles auf dem Dach

Unter dem Titel „Get Back“ plante Paul McCartney 1969 die Wiedervereinigung der zerstrittenen Band. Auf der Suche nach geeigneten Locations fielen u.a das Parlament, ein Flughafen und ein Irrenhaus durchs Raster. Paul schlug vor, irgendwo illegal einzudringen, um dann verhaftet zu werden… Kurzerhand entschied man sich auf dem Dach des Studios zu spielen.

Goerge Martin (Produzent der Beatles): „Die Polizei klopfte an der Tür – ich wurde kreidebleich! Aber wir wollten den Verkehr stoppen. Wir wollten das gesamte West End wegpusten.“

Ringo Starr: „Ich wollte, dass die Bullen mich wegzerren…die Becken wegtreten und alles.“

 

Platz 2 – Rod Stewart an der Copacabana

Das größte Konzert aller Zeiten! 3,5 Millionen Zuschauer tanzten am und im Wasser der Copacabana, Silvester 1994.

https://www.youtube.com/watch?v=n6pjNhb2H20

 

Platz 1 – Live Aid 1985

Die Konzerte wurden von Bob Geldof organisiert und der Erlös wurde zugunsten der Hungersnöte in Afrika gespendet. Geldof erhielt mehrere Auszeichnungen dafür, u.a. den Lifetime-Charity Award.

Auf den beiden Bühnen in London (Wembley Stadion) und Philadelphia (John F. Kennedy Stadion) traten abwechselnd für mehr als 16 Stunden die internationalen Topstars der damaligen Musikszene auf.

Dazu gehörten u.a. Queen, David Bowie, Elton John, Dire Straits, Mick Jagger, Bob Dylan, Santana, Madonna, Paul McCartney, The Who, Tina Turner, Eric Clapton, Phil Collins, U2, The Beach Boys, Simple Minds, Duran Duran, Bryan Adams und viele mehr.

https://www.youtube.com/watch?v=kR9CiWyzcKw

10 Dinge die Sie noch nicht über Mick Jagger wussten

Mick Jagger

Mick Jagger von nico7martin auf flickr – CC BY

Mick Jagger ist eine Legende.

Seine Musik mit den Rolling Stones füllt Stadien, sein Stil hat Generationen geprägt, sein Einfluss auf die Rock und Pop-Geschichte ist enorm.

Mick hat sich mit unzähligen Drogengeschichten, Affären und Romanzen zwar einen fragwürdigen Ruf bei der Presse gemacht, ist aber immer noch für viele ein Idol.

Und das mit über 70 Jahren! Über die Boulevard-Presse und diverse Erzählungen und Biographien wissen wir schon einiges über den Frontmann der Stones.

Wir haben aber 10 Fakten gefunden, die du höchstwahrscheinlich noch nicht von ihm kennst:

1. Kind des Gesangs

Seine Liebe zum Gesang wurde ihm schon in die Wiege gelegt. Er sang auch als Kind schon leidenschaftlich (auch im Kirchenchor) und hat in dem Buch „According To The Rolling Stones“ erzählt: „I was always a singer. I always sang as a child. I was one of those kids who just liked to sing. Some kids sing in choirs; others like to show off in front of the mirror. I was in the church choir and I also loved listening to singers on the radio“

2. Lehrerkind

Sowohl Micks Vater Basil Fanshawe, als auch sein Großvater David Ernest Jagger waren Lehrer. Als ältester Sohn wurde Mick dazu aufgezogen, den gleichen Berufsweg einzuschlagen.

3. Berufswahl

Mick Jagger hat nach seinem Abitur eine Ausbildung an der Londoner Wirtschaftsschule gemacht und den ernsthaften Plan gefasst entweder Journalist oder Politiker zu werden. Letzteres war seiner Meinung nach vergleichbar mit der Reputation eines Popstars. Die Ausbildung hat er wegen seiner musikalischen Karriere später abgebrochen.

4. Sein Bruder

Jagger hat einen 4-Jahre jüngeren Bruder namens Chris. Dieser ist ebenfalls Musiker und hat acht Alben veröffentlicht, bisher blieb er allerdings immer im Schatten des größeren Bruders. Neben Beiträgen zu diversen Songs der Stones (auf „Dirty Work“ und „Steel Wheels“) hat er unter anderem auch mit Eric Clapton und Bob Dylan zusammengearbeitet. Außerdem hatte er in den 80ern eine Gitarrenfirma und war Journalist. Er ist verheiratet und hat 5 Kinder.

5. Klassenkamerad Richards

Keith Richards und Mick Jagger kennen sich schon aus Grundschulzeiten als sie sogar Klassenkameraden waren. Die beiden begegneten sich im Jahr 1960 zufällig wieder, weil sie gemeinsam auf einen Zug warteten.

Weil Jagger diverse Platten mit sich führte, kamen die beiden schnell auf das Thema Musik zu sprechen und verabredeten sich zum Musizieren.

6. Management-Do-It-Yourself

Nachdem sich die Band 1971 von ihrem zweiten Manager getrennt hatte, übernahm Jagger selbst das Management, zusammen mit Rupert Löwenstein.

7. Fluch der Karibik

Keith Richards und Johnny Depp versuchten gemeinsam Mick zu überreden, eine Rolle bei Fluch der Karibik 4 zu spielen. Während Jagger ablehnte wurde Richards zu „Captain Teague“.

8. Hassliebe zu Richards

Das Verhältnis zwischen Jagger und Richards ist trotz, oder vielleicht auch wegen ihrer langen Bekanntschaft wohl als Hassliebe zu bezeichnen. Richards selbst hat erklärt, die Beziehung wäre schon seit Jahrzehnten angespannt und unerträglich: „I love the man dearly – I’m still his mate – but he makes it very difficult to be his friend.“

9. Harte Beschimpfung von Keith

Keith Richards hat Mick in seiner Autobiographie hart angegriffen und sich über die Größe von dessen Penis lustig gemacht: „Marianne Faithfull had no fun with his tiny todger.[…] I know he’s got an enormous pair of balls – but it doesn’t quite fill the gap.“

Außerdem hat sich der Gitarrist beschwert, dass Mick sein bestes Stück als „Your Majesty“, „Brenda“ oder „That Bitch Brenda“ bezeichnet. Ein Bärendienst für die Freundschaft…

10. In Gips verewigt

Wie das Beste Stück von Mick Jagger wirklich aussieht kann man – in Gips verewigt – auch wirklich betrachten. Supergroupie Cynthia Plaster Casters war mehrmals Gespielin von Jagger, Hendrix und vielen anderen. Ihre moralisch bedenklichen Erlebnisse hat sie in Gipsabdrücken der besten Stücke ihrer Liebhaber festgehalten. Als sie diese veröffentlichen wollte, war Jagger zur Stelle und traf sich mit ihr: Mick war offensichtlich ganz zufrieden und gab das „Kunststück“ frei.

Die Rolling Stones

Anfänge

Die Band wird Anfang der 60er gegründet. Die ursprünglichen Mitglieder sind Brian Jones, Mick Jagger, Keith Richards, Ian Stewart, Dick Taylor und Tony Chapman. Jagger und Richards sind die einzigen, welche bis heute ununterbrochen dabei sind.
Frühe Einflüsse sind Blues- und Jazzmusiker wie Little Richard, Chuck Berry, Fats Domino und Miles Davis. Auf der Odyssey nach ihrem eigenen Sound kristallisiert sich schließlich ein revolutionärer Mix aus Rhythm & Blues und Rock ’n‘ Roll heraus.
Für 20 Pfund Gage hat die Band am 12. Juli 1962 ihren ersten Live-Gig im Marquee Club in London. Nach der Frage wie die Band heißt sagt Bandgründer Brian Jones, während des Telefonats vor dem Auftritt mit dem Klubbesitzer, kurzerhand „Rollin‘ Stones“ – das erste was ihm beim Blick auf die vor ihm liegende Muddy Waters LP ins Auge fällt. Eine Ära kann beginnen…

Nationaler und internationaler Durchbruch

Die Stones unterzeichnen 1963 ihren ersten Vertrag mit Manager Andrew Oldham, welcher großen Anteil an dem Erfolg der Beatles kurz zuvor hat. Als Kontrast zu den Beatles, welche das Schwiegersohn-Image genießen, stellt er die Stones als Bad-Boy-Band in der Presse dar.
Ihre erste Single „Come On“ debütierte auf Platz 21 der UK Single Charts und kurz darauf folgte mit „Not Fade Away“ ein Sprung auf Platz 3. Letztere schwappte sogar über den großen Teich auf Platz 48 und legte somit einen Grundstein für ihren internationalen Erfolg.
1964 gehen die Stones erstmals auf Tournee; ausverkaufte Konzerte vor kreischenden Teenagern in Großbritannien folgt eine Reihe weniger, dennoch suffizient erfolgreicher Konzerte in den USA.
Spätestens mit ihrem Megahit „(I Can’t Get No) Satisfaction“ (1965) bricht weltweit ein fanatischer Stones-Kult aus. Fans werden von der musikalisch-rebellischen Respektlosigkeit und sexuellen Energie der Band optisch, akkustisch und gedanklich regelrecht in Hypnose versetzt.
Im folgenden Jahr setzen sie mit „Paint It Black“ noch einen drauf und jetzt ist allen klar: diese  Jungs sind nicht zu bremsen. Rockstars.

More Money more Problems – Trennung und Wiedervereinigung

Der galaktischen Ruhm, das endlose Geld und die millionenfache Verehrung der Stones steigt allmählich manchen Bandmitgliedern zu Kopf. Brian Jones muss 1969 die Gruppe wegen seinem unkontrolliertem Drogenmissbrauch und seiner instabilen mentalen Lage die Gruppe verlassen. Er wird wenige Wochen darauf tot in seinem Swimmingpool gefunden.
Zudem werden die Stones-Konzerte immer ausschweifender und gewalttätiger. Ihr Verhalten führt 1971 schließlich zu ihrer Verbannung aus England und dem Verbot von Auftritten in vielen weiteren Ländern.
Sie trennen sich von ihrem derzeitigen Manager Allen Klein und gründen eigens das Label „Rolling Stones Records“.
In dieser Zeit wird viel mit neuen Musikrichtungen experimentiert und Mick Jagger wird klar er habe nun andere Vorstellungen wie seine Musik klingen soll, Meinungen gehen auseinande. Es folgt eine Trennung mit einigen Soloprojekten Jaggers und Richards.
Knapp ein Jahrzehnt später wird den Rolling Stones jedoch klar dass sie zusammen stärker sind, unschlagbar waren. Man kündigt ein neues Album an und versucht an alte Erfolge anzuknüpfen.

Das Tor zur Unsterblichkeit

Die Rolling Stones werden 1989 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, sie erhalten 1995 einen Grammy für das beste Rock Album und es folgt eine sensationelle Welttour.
Als wortwörtliche Krönung wird Mick Jagger 2003 von der Queen zum Ritter geschlagen (wurde er nicht, in einer dunklen vergessenen Zeit, aus England verbannt?).

…das sollte man noch mitnehmen

– Die Rolling Stones gehen als „The longest performing rock band of all time“ in die Geschichte ein
– Sie haben die zweiterfolgreichste Tour aller Zeiten (hinter U2): „A Bigger Bang Bang Tour“ (2005-07) mit einem Umsatz von über 600 Millionen Dollar
– Sie haben acht Nr.1 Hits und zehn aufeinander folgende Gold-Alben
– …und das wohl bekannteste, coolste Logo der Menschheitsgeschichte
 

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„War on drugs“ – Radiosender unterstützten Nixons Kampf gegen Drogen

Richard Nixon

Richard Nixon von Rupert Colley auf flickr – CC BY

Was kommt einem in den Sinn, wenn man an die 60er oder 70er denkt? Richtig! Rock’n’Roll, Hippies, Freie Liebe und Drogen natürlich!

Die Hippies konsumierten die verschiedensten Arten von Drogen, insbesondere LSD und Marihuana, als Protest gegen die damals vorherrschende in ihren Augen spießige Gesellschaft und hörten auch Songs, die ihre Weltansichten und Vorlieben zum Ausdruck brachten.

Welche gesundheitsschädlichen Folgen mit den Drogen einhergehen, waren den Konsumenten damals entweder nicht sehr geläufig oder ihnen schlichtweg egal.

Richard Nixon – von 1969 bis 1974 Präsident der Vereinigten Staaten – nahm es sich zur Aufgabe seine Landsleute vor den immer populärer werdenden Betäubungsmittel zu schützen. Seit jeher wird er nicht nur mit dem Vietnamkrieg sondern auch mit seinem „War on drugs“ in Verbindung gebracht.

Doch was ist eigentlich der „War on drugs“?

Bei „War on drugs“ handelt es um eine Anzahl von Maßnahmen, die in der Drogenpolitik unter der Regierung Nixons im Kampf gegen Herstellung, Handel und Konsum illegaler Drogen getroffen wurden.

Dazu zählen die Spezialisierung der Polizei, Aufklärungskampagnen, wirtschaftlicher und militärischer Druck auf drogenproduzierende Länder sowie Vorgehensweisen gegen Geldwäsche. 1973 wurde sogar eine extra Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) gegründet.

Welche seiner Maßnahmen uns als Radioredaktion besonders interessiert, ist die Aufforderung, welche er an die Senderchefs in seiner Rede von 1970 auf der US-Radiokonferenz stellte, alle auf Drogen anspielende Lieder aus ihren Programmen zu entfernen.

Hier eine kleine Auswahl der „verbannten“ Songs:

„Yellow Submarine“ von den Beatles wurde 1971 von Offiziellen auf einer Liste mit Drogen thematisierenden Liedern in Illinois veröffentlicht und daraufhin aus dem Repertoire der Radiosender gelöscht.

https://www.youtube.com/watch?v=3cDG630-YGI&feature=player_embedded

John Denver’s „Rocky Mountain High“ wurde 1972 von Radiostationen landesweit auf ihren Programmen entfernt, da sie befürchteten das Wort „High“ im Titel beziehe sich auf Drogen.

Der Song „Stoned“ von den Rolling Stones wurde 1964 verbannt – der Titel war einfach zu offensichtlich.

The Cavern Club

The Cavern Club

Cavern Club von Jennifer Boyer auf flickr – CC BY

The Cavern Club wurde am 16.01.1957 in Liverpool eröffnet – der wohl legendärste Rock’n’Roll-Club in Großbritannien.

Für seinen Musikkeller ließ sich Inhaber Alan Sytner von den faszinierenden Jazzkellern in Paris inspirieren, in denen Musikern auf kleinen Bühnen performten.

1984 wurde der Kellerclub an einem anderen Ort wieder eröffnet, da er 1973 wegen dem Bau einer U-Bahn Strecke weichen musste.

Für die neue Location wurden sogar Steine des originalen Cavern eingebaut, da man so viel wie möglich erhalten wollte.

Der Cavern Club wurde nach der Rückkehr der Beatles aus Hamburg zum Schlüsselort.

Zum Einen hatten sie dort zwischen 1961 und 63 über 290 Auftritte, zum Anderen lernten sie dort ihren zukünftigen Manager Brian Epstein kennen.

Dieses Video zeigt die Beatles bei einem Gig von 1962:

https://www.youtube.com/watch?v=90Li7n56uU8&feature=player_embedded

Aber nicht nur die Beatles haben aus dem ranzigen Club eine legendäre Kultstätte gemacht, sondern auch andere namhafte Musiker wie die Rolling Stones, Elton John oder John Lee Hooker waren maßgeblich daran beteiligt.

1999 veranstaltete Paul McCartney dort die Release-Party seines Albums Run Devil Run.