Bienenretten am Balkon: so gelingt es!

Bienen sind wichtig für unser Ökosystem, es geht ihnen gerade nicht so gut. Und weil vor allem die Wildbienen derzeit bedroht sind, ist der Zeitpunkt ideal, um selbst tätig zu werden. Nun brauchen Sie nicht ein riesiges Stück Land kaufen und neu bepflanzen, jeder kann von zu Hause etwas dafür tun. Genauer nämlich am Balkon, wo die Meisten sowieso schon Blumenkästen haben. Hier erfahren Sie, wie Sie einfach von zu Hause aus Bienen retten können.

Auswahl der Pflanzen

Das Wichtigste für die Bienen sind natürlich die Blumen. Dabei sind einige Blumen ungeeignet, weil sie zu exotisch sind oder zu wenig zugänglich. Beliebte Pflanzen sind der Löwenzahn oder Wolfsmilch. Oder auch Nutzkräuter wie Thymian und Pfefferminze, davon haben Sie dann auch etwas. Achten Sie wenn möglich darauf, dass die Blumen in Ihrer Region oder deutschlandweit heimisch sind. Eine Liste mit Kandidaten finden Sie hier.

Löwenzahn. Klassiker.

Einfach wachsen lassen

Klar sieht ein ordentlicher Blumenkasten am Balkon schön aus, aber die Bienen mögen es am liebsten wild. Lassen Sie die Blumen einfach wachsen und verzichten Sie auf Dünger, Pestizide und torfhaltige Erde. Wenn es nicht anders geht, können natürlich biologische Mittel verwendet werden. Oder Sie setzen selbst eine Mischung an.

Beleuchtung in der Nacht vermeiden

Komplett ohne Licht geht es natürlich nicht, wenn man nicht gegen den nächsten Laternenpfahl laufen möchte. Aber Gartenleuchten oder Lichterketten müssen nicht dauernd leuchten. Leuchten mit Bewegungssensor sind da am besten. Durch zu viel Licht bestäuben die Bienen schlechter, außerdem irritiert es sie auf ihren Flugrouten.

Nistplätze schaffen

Wer noch weiter gehen möchte und nicht Bienenscheu ist kann auch nicht einen Nistplatz auf dem Balkon aufstellen. Die sehen ganz unterschiedlich aus und können entweder gekauft oder selbst gebaut werden. Hier finden Sie eine Bauanleitung für unterschiedliche Bienenhotels.

Eine kleine Anleitung, um noch mehr Bienen zu helfen, finden Sie auf diesem Beitrag auf Facebook.

Lebensmittel: mit diesen 5 Projekten retten Sie mit

Rund ein Drittel aller Lebensmittel in Deutschland wird leider verschwendet. Das wird entweder vor dem Verkauf schon aussortiert, weil es nicht gut genug aussieht, oder landet unnötig im Müll. Grund genug, Ihnen fünf Projekte vorzustellen, die gegen diese Verschwendung arbeiten.

Die etwas Anderen

Optisch nicht perfektes Obst oder Gemüse hat normalerweise keine Chance, in das Sortiment von Supermärkten aufgenommen zu werden. Schade eigentlich, denn schmecken tun die Produkte gleich gut. Einige Ketten bieten deswegen diese Lebensmittel an, vorgestellt wird hier „Die etwas Anderen“ von Kaufland. Zunächst wird das Projekt in Filialen im Süden und Südwesten Deutschlands getestet. Wenn das Angebot gut ankommt, wird es deutschlandweit ausgeweitet. Das Sortiment wird übrigens durch Obst- und Gemüsesorten aus der jeweiligen Region ergänzt.

SIRPLUS

Einen ganzen Markt, der Lebensmittel vor dem Wegschmeißen rettet, bietet SIRPLUS. Das Startup aus Berlin hat sich als Ziel gesetzt, Lebensmittelretten zum Mainstream zu machen und Verschwendung so massiv zu reduzieren. Mittlerweile gibt es zwei Läden in der Hauptstadt, und ein Online-Shop findet sich auch auf der Webseite. Darüber hinaus wird auch „Retterausrüstung“ als Erweiterung des Sortiments angeboten. Das sind zwar keine Produkte, die gerettet werden mussten, allerdings aus Sicht des Startups „wertvoll und nützlich, nachhaltig und ökologisch“ sind.

Rübenretter

Ganz eng mit kleinen Obst- und Gemüsebauern arbeitet das Team von Rübenretter zusammen. Das ist eine kleine, junge Gruppe von Leuten die größtenteils schon Erfahrungen im Obst- und Gemüsehandel sammeln konnten. Als sie erfuhren, wie viele Lebensmittel aussortiert werden, haben sie sich kurzerhand zusammengeschlossen und die Rübenretter gegründet. Sie bieten online unterschiedlich zusammengestellte Boxen an, die man sich wöchentlich nach Hause liefern lassen kann. Das funktioniert mit einem Abo-Modell und lässt sich je nach Bedarf flexibel gestalten. Einen ähnlichen Dienst bietet auch „etepetete“ an.

Too Good to Go

Gastronomische Betriebe haben regelmäßig überschüssiges Essen, Überproduktionen lassen sich oft nicht vermeiden. Too Good to Go arbeitet mit diesen Betrieben zusammen und bietet das Essen, das nicht mehr wegkommt in sogenannten Wundertüten an. Die App zeigt auf einer Karte, wo sich der nächste Betrieb befindet. So kann man sich dann beim Bäcker, der Mensa, dem Restaurant oder dem Supermarkt die Tüten direkt kaufen. Das natürlich dann zu einem reduzierten Preis.

foodsharing.de

Einen privateren Ansatz verfolgt die Webseite foodsharing.de. Das ist eine Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung engagiert und zum Mitmachen anregt. Eigene überschüssige Lebensmittel kann man bei der Community anbieten oder eben die Essenskörbe von anderen abholen. Das ganze funktioniert dann über „Fair-Teiler“, also Orte, an denen das Essen abgestellt oder abgeholt wird. Das sind entweder private oder kommunale Räume, die gut zugänglich sind. Die Initiative arbeitet auch mit verschiedenen Betrieben zusammen, die sich dann an der Essensverteilung beteiligen.