Sagenhaftes Deutschland – Die Entstehung des Bergwerks zu Rammelsberg

Über 1000 Jahre war das berühmte Bergwerk des Rammelsberg in Betrieb, denn schon 968 wurde es erstmals in Dokumenten erwähnt.

Bis 1988 wurden tausende Tonnen Erz abgebaut und das in all seinen Formen.  Aus dem Kupfererz, Schwefelerz, Braunerz und vielen anderen Erzformen wurde Silber, Blei, Kupfer und Zink gewonnen.

Diesen Bodenschätzen verdankt die dort liegende Stadt Goslar ihren Reichtum im Mittelalter.

Sie und somit auch der Rammelsberg, liegen am Rand des Nordharzes. Das Bergwerk liegt im Naturpark Harz und gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Hinter dem Namen des Rammelsberg verbirgt sich eine Legende über einen Ritter.

Sein Name war Rammel und ihm hat man, laut Legende, den Fund der Bodenschätze im Berg zu verdanken.

Zu alter Zeit herrschte auf dem Berg die Zauberjette, der elf junge Mädchen dienten. Einst verirrten sich zwei tapfere Ritter mit den Namen Otto und Ramme auf dem Berg.  Nach einigen Tagen, beschlossen die Ritter,  eine Unterkunft zu bauen, doch bereits nach einer Nacht waren die Arbeiten unerklärlich zusammengefallen.

Dasselbe geschah in der nächsten Nacht, obwohl sie vor der Höhle wache hielten.

In der dritten Nacht, in der die beiden Ritter Wache hielten, sah Ritter Ramme elf Mädchen daher kommen, die alle einen kleinen Hammer hatten. Sie klopften damit an die Stützpfeiler der Höhle, woraufhin all das Erarbeitete zusammenfiel. In Wut und Eifer zog Ritter Ramme sein Schwert, packte eines der Mädchen und fragte, warum sie die Arbeit vernichten würde.  Nachdem Ramme drei mal fragte bekam er endlich eine Antwort: Sie kann es ihm nicht verraten und er soll die Mädchen mit zu Herrin des Berges begleiten.

Die beiden Ritter folgten und wurden in eine große, steinerne Höhle an der Nordwestseite des Berges geführt, die fast wie ein Schloss aussah.

Dort trafen sie auf die Zauberjette und auf die Frage der Ritter entgegnete sie, sie wolle allein auf dem Berg herrschen und nur wenn die Ritter und die Räuber in ihren Dienst treten wollen, können sie bleiben.

Die Ritter entschlossen zu bleiben und merkten schnell, dass die Zauberjette an Kräften verlor. Ihre Zauberkraft bekam sie durch den täglichen Gang zum Wolfsbrunnen, den sie aber durch die Gesellschaft der Ritter versäumte.

An ihren letzten Tagen wollte sie mit den Rittern gerade auf ihr Wohl anstoßen, als man plötzlich hörte: „Oh Zauberjette, jetzt sind die 12 Jahre um, für die du mich in den Schlaf gezaubert hast“, ein Mann trat aus dem Hintergrund hervor und Ramme ließ vor schrecken den Becher fallen.

Er erkannt den Mann, es war sein Vater. “ Ich bin dein Retter, mein Sohn, der Becher ist vergiftet!“, rief der Mann zu Ramme. Der erhob kurzerhand sein Schwert gegen die Zauberjette und tötete sie mit einem Gefühl aus Wut, Hass, Zweifel und Trauer. Als sie zu Boden fiel ertönte ein lautes Krachen im Berge.

Von diesem Zeitpunkt an, gehörten die Schätze des Berges zu Ramme.

Quelle: gutenberg.spiegel.de

Und noch bis 1988 profitierten die Menschen, wie Ramme einer war, von den Reichtümern der Zauberjette, die sich im Inneren des Rammelsberg befinden.