„Kognitives Jucken“ – Dem Ohrwurm auf der Spur

Ohrwurm Life is Life

Opus von s.bär auf flickr – CC BY

Jeder kennt ihn, diesen Moment, wenn man gerade unter der Dusche steht, gemütlich das Abendessen vorbereitet oder im Auto unterwegs zur Arbeit ist.

In einem Augenblick, in dem gerade nichts Spannendes passiert, schleicht er sich zuerst ganz lautlos an, doch, wenn er einmal da ist, dauert es eine Ewigkeit bis er wieder weg ist: Der Ohrwurm!

Am 28. Oktober 2003 fand eine US-Studie des Professors James Kellaris der Universität Cincinnati heraus, dass sich Lieder mit einer besonders einprägsamen Melodie mit sich stark wiederholenden Textpassagen häufig zu Ohrwürmern entwickeln würden.

James Kellaris assoziiert das Phänomen mit einem „kognitiven Jucken“. „Irgendetwas reizt das Hirn, und um mental an der störenden Stelle zu kratzen, wiederholt es einen Song wieder und wieder.“

Dabei sind die Emotionen im Moment des Hörens – sowohl positiver als auch negativer Natur – wichtige Faktoren dafür, wie „ohrwurmfähig“ ein Song ist.

Der Forscher stellte ebenfalls fest, dass etwa 97-99% der Bevölkerung anfällig für Ohrwürmer sei, allerdings Frauen mehr als Männer und Musiker mehr als „Nicht-Musiker“.

Für die Werbe- und Pop-Industrie sind die Ergebnisse dieser Studie von großem Interesse, da diese Branchen vom Wiedererkennungswert leben!

Die typischen Ohrwürmer:

https://www.youtube.com/watch?v=Oyy1Ro_qqms&feature=player_embedded

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

https://www.youtube.com/watch?v=unlc89KvLt4&feature=player_embedded