10 Dinge die Sie noch nicht über Mick Jagger wussten

Mick Jagger

Mick Jagger von nico7martin auf flickr – CC BY

Mick Jagger ist eine Legende.

Seine Musik mit den Rolling Stones füllt Stadien, sein Stil hat Generationen geprägt, sein Einfluss auf die Rock und Pop-Geschichte ist enorm.

Mick hat sich mit unzähligen Drogengeschichten, Affären und Romanzen zwar einen fragwürdigen Ruf bei der Presse gemacht, ist aber immer noch für viele ein Idol.

Und das mit über 70 Jahren! Über die Boulevard-Presse und diverse Erzählungen und Biographien wissen wir schon einiges über den Frontmann der Stones.

Wir haben aber 10 Fakten gefunden, die du höchstwahrscheinlich noch nicht von ihm kennst:

1. Kind des Gesangs

Seine Liebe zum Gesang wurde ihm schon in die Wiege gelegt. Er sang auch als Kind schon leidenschaftlich (auch im Kirchenchor) und hat in dem Buch „According To The Rolling Stones“ erzählt: „I was always a singer. I always sang as a child. I was one of those kids who just liked to sing. Some kids sing in choirs; others like to show off in front of the mirror. I was in the church choir and I also loved listening to singers on the radio“

2. Lehrerkind

Sowohl Micks Vater Basil Fanshawe, als auch sein Großvater David Ernest Jagger waren Lehrer. Als ältester Sohn wurde Mick dazu aufgezogen, den gleichen Berufsweg einzuschlagen.

3. Berufswahl

Mick Jagger hat nach seinem Abitur eine Ausbildung an der Londoner Wirtschaftsschule gemacht und den ernsthaften Plan gefasst entweder Journalist oder Politiker zu werden. Letzteres war seiner Meinung nach vergleichbar mit der Reputation eines Popstars. Die Ausbildung hat er wegen seiner musikalischen Karriere später abgebrochen.

4. Sein Bruder

Jagger hat einen 4-Jahre jüngeren Bruder namens Chris. Dieser ist ebenfalls Musiker und hat acht Alben veröffentlicht, bisher blieb er allerdings immer im Schatten des größeren Bruders. Neben Beiträgen zu diversen Songs der Stones (auf „Dirty Work“ und „Steel Wheels“) hat er unter anderem auch mit Eric Clapton und Bob Dylan zusammengearbeitet. Außerdem hatte er in den 80ern eine Gitarrenfirma und war Journalist. Er ist verheiratet und hat 5 Kinder.

5. Klassenkamerad Richards

Keith Richards und Mick Jagger kennen sich schon aus Grundschulzeiten als sie sogar Klassenkameraden waren. Die beiden begegneten sich im Jahr 1960 zufällig wieder, weil sie gemeinsam auf einen Zug warteten.

Weil Jagger diverse Platten mit sich führte, kamen die beiden schnell auf das Thema Musik zu sprechen und verabredeten sich zum Musizieren.

6. Management-Do-It-Yourself

Nachdem sich die Band 1971 von ihrem zweiten Manager getrennt hatte, übernahm Jagger selbst das Management, zusammen mit Rupert Löwenstein.

7. Fluch der Karibik

Keith Richards und Johnny Depp versuchten gemeinsam Mick zu überreden, eine Rolle bei Fluch der Karibik 4 zu spielen. Während Jagger ablehnte wurde Richards zu „Captain Teague“.

8. Hassliebe zu Richards

Das Verhältnis zwischen Jagger und Richards ist trotz, oder vielleicht auch wegen ihrer langen Bekanntschaft wohl als Hassliebe zu bezeichnen. Richards selbst hat erklärt, die Beziehung wäre schon seit Jahrzehnten angespannt und unerträglich: „I love the man dearly – I’m still his mate – but he makes it very difficult to be his friend.“

9. Harte Beschimpfung von Keith

Keith Richards hat Mick in seiner Autobiographie hart angegriffen und sich über die Größe von dessen Penis lustig gemacht: „Marianne Faithfull had no fun with his tiny todger.[…] I know he’s got an enormous pair of balls – but it doesn’t quite fill the gap.“

Außerdem hat sich der Gitarrist beschwert, dass Mick sein bestes Stück als „Your Majesty“, „Brenda“ oder „That Bitch Brenda“ bezeichnet. Ein Bärendienst für die Freundschaft…

10. In Gips verewigt

Wie das Beste Stück von Mick Jagger wirklich aussieht kann man – in Gips verewigt – auch wirklich betrachten. Supergroupie Cynthia Plaster Casters war mehrmals Gespielin von Jagger, Hendrix und vielen anderen. Ihre moralisch bedenklichen Erlebnisse hat sie in Gipsabdrücken der besten Stücke ihrer Liebhaber festgehalten. Als sie diese veröffentlichen wollte, war Jagger zur Stelle und traf sich mit ihr: Mick war offensichtlich ganz zufrieden und gab das „Kunststück“ frei.

Die Rolling Stones

Anfänge

Die Band wird Anfang der 60er gegründet. Die ursprünglichen Mitglieder sind Brian Jones, Mick Jagger, Keith Richards, Ian Stewart, Dick Taylor und Tony Chapman. Jagger und Richards sind die einzigen, welche bis heute ununterbrochen dabei sind.
Frühe Einflüsse sind Blues- und Jazzmusiker wie Little Richard, Chuck Berry, Fats Domino und Miles Davis. Auf der Odyssey nach ihrem eigenen Sound kristallisiert sich schließlich ein revolutionärer Mix aus Rhythm & Blues und Rock ’n‘ Roll heraus.
Für 20 Pfund Gage hat die Band am 12. Juli 1962 ihren ersten Live-Gig im Marquee Club in London. Nach der Frage wie die Band heißt sagt Bandgründer Brian Jones, während des Telefonats vor dem Auftritt mit dem Klubbesitzer, kurzerhand „Rollin‘ Stones“ – das erste was ihm beim Blick auf die vor ihm liegende Muddy Waters LP ins Auge fällt. Eine Ära kann beginnen…

Nationaler und internationaler Durchbruch

Die Stones unterzeichnen 1963 ihren ersten Vertrag mit Manager Andrew Oldham, welcher großen Anteil an dem Erfolg der Beatles kurz zuvor hat. Als Kontrast zu den Beatles, welche das Schwiegersohn-Image genießen, stellt er die Stones als Bad-Boy-Band in der Presse dar.
Ihre erste Single „Come On“ debütierte auf Platz 21 der UK Single Charts und kurz darauf folgte mit „Not Fade Away“ ein Sprung auf Platz 3. Letztere schwappte sogar über den großen Teich auf Platz 48 und legte somit einen Grundstein für ihren internationalen Erfolg.
1964 gehen die Stones erstmals auf Tournee; ausverkaufte Konzerte vor kreischenden Teenagern in Großbritannien folgt eine Reihe weniger, dennoch suffizient erfolgreicher Konzerte in den USA.
Spätestens mit ihrem Megahit „(I Can’t Get No) Satisfaction“ (1965) bricht weltweit ein fanatischer Stones-Kult aus. Fans werden von der musikalisch-rebellischen Respektlosigkeit und sexuellen Energie der Band optisch, akkustisch und gedanklich regelrecht in Hypnose versetzt.
Im folgenden Jahr setzen sie mit „Paint It Black“ noch einen drauf und jetzt ist allen klar: diese  Jungs sind nicht zu bremsen. Rockstars.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

More Money more Problems – Trennung und Wiedervereinigung

Der galaktischen Ruhm, das endlose Geld und die millionenfache Verehrung der Stones steigt allmählich manchen Bandmitgliedern zu Kopf. Brian Jones muss 1969 die Gruppe wegen seinem unkontrolliertem Drogenmissbrauch und seiner instabilen mentalen Lage die Gruppe verlassen. Er wird wenige Wochen darauf tot in seinem Swimmingpool gefunden.
Zudem werden die Stones-Konzerte immer ausschweifender und gewalttätiger. Ihr Verhalten führt 1971 schließlich zu ihrer Verbannung aus England und dem Verbot von Auftritten in vielen weiteren Ländern.
Sie trennen sich von ihrem derzeitigen Manager Allen Klein und gründen eigens das Label „Rolling Stones Records“.
In dieser Zeit wird viel mit neuen Musikrichtungen experimentiert und Mick Jagger wird klar er habe nun andere Vorstellungen wie seine Musik klingen soll, Meinungen gehen auseinande. Es folgt eine Trennung mit einigen Soloprojekten Jaggers und Richards.
Knapp ein Jahrzehnt später wird den Rolling Stones jedoch klar dass sie zusammen stärker sind, unschlagbar waren. Man kündigt ein neues Album an und versucht an alte Erfolge anzuknüpfen.

Das Tor zur Unsterblichkeit

Die Rolling Stones werden 1989 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, sie erhalten 1995 einen Grammy für das beste Rock Album und es folgt eine sensationelle Welttour.
Als wortwörtliche Krönung wird Mick Jagger 2003 von der Queen zum Ritter geschlagen (wurde er nicht, in einer dunklen vergessenen Zeit, aus England verbannt?).

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

…das sollte man noch mitnehmen

– Die Rolling Stones gehen als „The longest performing rock band of all time“ in die Geschichte ein
– Sie haben die zweiterfolgreichste Tour aller Zeiten (hinter U2): „A Bigger Bang Bang Tour“ (2005-07) mit einem Umsatz von über 600 Millionen Dollar
– Sie haben acht Nr.1 Hits und zehn aufeinander folgende Gold-Alben
– …und das wohl bekannteste, coolste Logo der Menschheitsgeschichte
 

Links

Wohltätige Künstler – Wenn Stars aus der Musikszene an Schulen spenden

Mick Jagger, Sänger der berühmten Rockband „The Rolling Stone“, spendete 2002 an seine alte Schule in Dartford in der Grafschaft Kent 100.000 ₤, umgerechnet ca. 160.000 €. Mithilfe dieser Geldspende konnte sich die Schule einen neuen Musiklehrer und Musikinstrumente leisten. Als Zeichen der Dankbarkeit wurde die Schule nach dem Rockmusiker benannt.

U2: Musikfördernder Patriotismus

Eine kostspielige Art und Weise seine Heimatliebe zu demonstrieren, wählte die irische Band U2. Sie plant bis 2015 sagenhafte 7,2 Millionen $ (5 Mio. €) an sämtliche Schulen in ihrem Herkunftsland zu spenden, wodurch deren Musikequipment stark verbessert werden kann. Bei solch einer Förderung des musikalischen Talents, das in dem ein oder anderen Schüler schlummert, würde es niemanden wundern, wenn bald eine ähnlich berühmte Band aus Irland auf den Bühnen der Welt spielt.

Rihanna: Eher unfreiwillig

Die R’n’B-Sängerin kam zu einem Besuchstermin im März diesen Jahres an der Barrington High School in Chicago 3 Stunden zu spät wegen Verkehrsproblemen. Trotz ihrer Verspätung blieb sie nicht lang. Grund ihres Kommens war die 40.000$-Sammelaktion der Schüler für Hilfsprojekte. Um die Verärgerung der aufgeregten Schüler zu mildern, spendete sie 5000 $ an die Einrichtung, die allerdings einige Zeit auf die Überweisung hatte warten müssen. Sie zeigt sich dennoch sehr erfreut über die Spende.

Shakira: Ein Herz für Kinder

Die 2010 vom Erdbeben zerstörte Mädchenschule Elie Dubois Highschool in Port-au-Prince auf Haiti erhielt von ihrer Stiftung „Pies Descalzos“, was soviel wie barfuß bedeutet, und der Interamerikanischen Entwicklungsbank eine rund 285.000 €-Spende. Die Beschaffung von Baumaterialien stellte allerdings eine Herausforderung dar, da alles importiert werden musste.

Schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die mit ihrem Tatendrang die Welt verändern wollen und mit ihrem Konto es auch können.

https://vimeo.com/54707748

https://vimeo.com/61600616