Martin bloggt: 3 Typen Hupen

Manchmal nervt der Stadtverkehr…

Er zerrt an den Nerven, bringt dich zur Verzweiflung, lässt dich Fluchen und Beten zugleich und versaut dir nicht selten den Feierabend: Der Stadtverkehr.
 
Drängeln. Schneiden. Gas geben. Abstoppen. Rote Ampeln, fast rote Ampeln und kaum mal grün. Aufblenden. Schimpfen. Hupen. Angehupt werden. Sich beruhigen und wieder aufregen.
 
Seit ich mit meinem Roller „Traudl“ gesegnet bin, darf ich am motorisierten Straßenverkehr teilnehmen. Zwar ist man mit einem Roller immer noch etwas flinker und freier als mit dem breiten Auto, den Feierabendverkehr kann man aber dennoch live und unzensiert miterleben
 
Deshalb kann ich mit gehörigem Abstand und guter Laune meine Beobachtungen im Straßenverkehr mit euch teilen 🙂
 

Teil 1: Verschiedene Arten zu hupen

 
Nach langwierigen (eine Woche in die Arbeit und zurück 😉 ) Untersuchungen, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es verschiedene Arten zu hupen gibt. Ich unterteile sie in freundlich, aggressiv und bösartig-nachhaltig. 
 

1. Freundliches Hupen (FH):

Der liebenswerte Typ Mensch macht es gerne. Mit Verständnis für angespannte Gemütslagen und fehlerhaftes Verhalten versucht er freundlich auf sich aufmerksam zu machen, ohne andere Verkehrsteilnehmer dabei in große Hektik zu versetzen. Er ist gerne everybodys darling, war früher Klassensprecher und trifft überall Leute, die er kennt.
FH klingt in etwa so:

 
 

2. Aggressives Hupen (AH):

Hektik und Ungeduld lassen leider allzu oft dieses Hupen ertönen. Der Mensch dahinter ist auf  ein möglichst schnelles Vorankommen aus und kann kein Verständnis für Fehlverhalten aufbringen. Dafür hat er es zu eilig. Er möchte niemanden mit dem Hupen schaden, macht sich aber auch keine Gedanken um mögliche psychische Auswirkungen. Typ Wallstreet-Broker oder Kopfgeldjäger 😉
Aggressives Hupen dauert etwa 1-2 Sekunden lang, und wiederholt sich nur bei erneutem Kontaktversuch:
 
 

3. Bösartig-nachhaltiges Hupen (BNH)

Der Unsympath im Straßenverkehr belässt es nicht beim aggressiven Hupen. Sein Ziel ist es, den unachtsamen Verkehrsteilnehmer nicht nur zu belehren, sondern ihn so zu verstören, dass dieser noch seinen Kindeskindern erzählen wird: „Das war damals, im selben Jahr als ich so angehupt wurde“.  
 
Der boshaft-nachhaltige Huper (BNH) zeichnet sich durch cholerisches Verhalten im Straßenverkehr, aber auch im normalen Leben aus. Er schreit mitunter Bedienungen an, möchte stets den Vorgesetzten am Telefon sprechen und bleibt breitbeinig mit wütendem Blick in engen Fußgänger-Passagen stehen, um seinen Standpunkt zu verdeutlichen. 
 
Er lächelt selten, schimpft aber ausgiebig über Politik und/ oder Fußball. Böse Zungen behaupten, er sei der typische BILD-Leser.
 
Sein Gehupe zeichnet sich dadurch aus, dass auf aggresives Hupen noch eine zweite oder sogar dritte, längere Hup-Sequenz folgt. Wichtig dabei ist, dass auch andere Verkehrsteilnehmer dadurch auf das „Opfer“ aufmerksam werden. Der BNH erhofft sich dadurch eine Kollektiv-Strafe anzuzetteln, deren Konsequenz böse Blicke und eindringliches Kopfschütteln sind:
 
 

Richtiges Verhalten auf BNHs:

 

 

Oder so:

 

Falsches Verhalten:

 
Kommt gut nach Hause und schönes Wochenende,
Euer Martin

LKW3, aus der Not eine Tugend…Und so…

Gott sei’s gedankt, bald ist alles vorbei.
Ihr wisst es mittlerweile eh schon alle: Umfrage => Leggings => Redaktionsauslosung => Ein Januar in Leggings für meine Wenigkeit…

Die Woche hat wirklich viel geboten, aber der heutige Tag hat wohl den Vogel abgeschossen… Deswegen findet er heute auf der Pole-Position statt:


Freitag: Disco-Stu und die Kabatruppe
Ein verrückter Morgen hat meinen Freitag (bis Redaktionsschluss) geprägt.
Der Brotzeitkauf lief leider nicht ganz so ab, wie ich es gewohnt war.

Outing pro Kaba
An dieser Stelle muss ich mich leider outen: Ich mag keinen Kaffee! Ja – richtig gehört. Weder die vitalisierende, noch die ritualisierenden Merkmale des beliebten Heißgetränks können mich von dieser Meinung abbringen.

Mein Erstatzprodukt: 
Der Kaba! Ein unkompliziertes, weniger ungesundes und doch herzlich warmes Produkt aus feinster Schokolade, mit dem ich Wohnzimmer, Kaminfeuer und warme Stunden (spart euch den Wortwitz!!!) bei kaltem Wetter verbinde. 

Vielleicht geht es dir genauso, oder ich habe dich mit meiner werbeträchtigen Beschreibung überzeugt, dann werde Fan: Kaba statt Kaffee, hilf uns die verschwindend kleine Gemeinde zu vergrößern und in baldiger Zukunft die Weltherrschaft an uns zu reißen!

Zurück zum Thema. Als ich meine täglichen 2 Kabas in handlichen Tetrapacks aus dem Regal nehmen wollte, war das zweite Stück meiner Begierde leider einfach mal offen. Da ich nicht damit rechne, dass inmitten von einer Palette Kabas genau EIN offener steht, war ich binnen weniger Sekundenbruchteile in klebriges braunes Zeug getränkt (auch hier, Wortspiel ersparen). 

Wie ihr euch bestimmt ausmalen könnt, waren also sowohl Leggings, als auch Mantel, Schuhe und Mütze von dem Debakel betroffen.

In meiner Not…
sprach ich (in Leggings und mit beeindruckendem Schnautzer) mehrere Netto-Fachkräfte meines Vertrauens an, die sichtlich gestresst mich an den nächsten, bzw. letztendlich an die Kassiererin weiterleiteten. Diese konnte zwar auch nicht mehr sagen, musste mir aber mangels Fluchtmöglichkeit in ihrem Kassen-Käfig weiterhelfen.

Bald stellte sich heraus, dass sie eine mächtige Zewa-Rolle zur Hand hatte, mit der ich mich nun endlich reinigen konnte (ihr kennt das nun ja schon mit den zweideutigen Enthaltungen). 

In Erwartung einer Entschuldigung, eines Frei-Kabas oder einer bezahlten Reinigung hakte ich nochmal nach: „Man, wie ich jetzt ausschaue! So kann ich doch nicht in die Arbeit gehen!“
Darauf kam allerings lediglich ein trockenes: „Tja, Kabadusche halt, nä??? Höhöhö…“

Mein von den unsäglichen Leggingsbildern schon ramponiertes Selbstwertgefühl konnte ich nur mit Hilfe meiner Kolleginnen Julia und Analyssa wieder herstellen, die aus dem heutigen Foto doch noch einen Hingucker gemacht haben:
=> Disco-Stu und die Kabatruppe 
Danke Mädels

Montag: Die vier Phasen der Leggings
Das Bild hat es eigentlich am besten vermittelt:
=> Schulung der 4 Leggings-Phasen
Durch viel Schmerz und Trauer musste ich gehen. Die ausführliche, aber dennoch knackig-kurze Psycho-Analyse könnt ihr in meinem Grundkurs nachlesen. Mit Scheinerwerb!!!


Dienstag: Der Morgenlauf

Weniger populär war mein erfrischender Morgenlauf am frühen Dienstag:


Natürlich war er wenig ansehnlich und sorgte für erregte Gemüter. Leider kam meine Hommage an die erste Folge Scrubs und den legendären Wettlauf zwischen JD und Elliott nicht so gut heraus, wie ich es mir erhofft hatte. Zum Auffrischen oder Nachholen hier die angesprochene Szene (ab Sekunde 30 interessant):



Mittwoch: Der bayerische Tag

Ein besonderes Schmankerl gönnte ich mir am Mittwoch. Die Leggings alleine war mir zu langweilig, daher hab ich als gute alte Bierzeltbedienung einfach meine Lederhose ausgepackt. Vielen Dank hierbei an meine Mutter, die sich nicht zu schade war, mir meine Trachtenstrümpfe zuzuschicken.
=>Leggings-Lederhosen 

Donnerstag: Ein Traum 
Hättet ihr gedacht, dass diese furchtbar entstellende Aktion Nachahmer findet? Ich auch nicht. Deshalb war ich umso mehr erfreut, dass Kumpel und Blogger Leon Römisch sich ein Herz genommen hat und die Leggings übergezogen hat. Eine Entlastung, eine Freude, ein unbeschreiblicher Anblick, der mich darin bestätigt hat, dass man mit Selbstbewusstsein vorgestellt fast alles bringen kann. Danke an Leon:
=> Leons Lederhosen-Leggings-Aktion

Euch allen ein schönes Wochenende!

Euer Martin