Zeckenfrei: diese Infos und Tipps helfen Ihnen

Wenn es etwas gibt, was nach einem Spaziergang nicht sehen möchte, dann sind das Zecken. Zwar ist nicht ganz Deutschland ein Risikogebiet, jedoch kann man überall gestochen werden. Grund genug, Ihnen hier Infos und hilfreiche Tipps zu zeigen, damit sie auch in der Zeckenzeit relaxt bleiben können.

Wann ist Zeckenzeit?

Das lässt sich schwer sagen. Generell gilt als Regel, dass Zecken aktiv werden, sobald draußen an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen sieben Grad und mehr herrschen. An besonders kalten Jahren kann es also sein, dass die Saison erst ab März losgeht. Meistens ist Zeckenzeit zwischen Februar und Oktober.

Wie kann man sich dagegen schützen?

Zecken halten sich gerne im hohen Gras oder Unterholz auf. Diese Stellen sollten gemieden werden. Geschlossene Kleidung hilft auch, damit die Zecken keinen Ort zum Zustechen haben. Am besten ist es dann noch helle Kleidung zu tragen, denn so kann man auch Zecken erkennen, die gerade an auf der Hose oder Jacke herumkrabbeln. Außerdem können Sie insektenabweisende Mittel verwenden, das sind meistens Sprays. Hier sind die Tipps noch einmal in Bildern zu sehen.

Und wenn man doch gebissen wurde?

Ganz wichtig: nicht in Panik geraten. Denn trotz aller Schutzmaßnahmen kann es passieren, dass man gebissen wird. Der Wanderausflug muss auch nicht abgebrochen werden, wenn eine Zecke zugebissen hat. Sie kann entweder vor Ort – am besten mit einer zweiten Person – oder zu Hause in aller Ruhe entfernt werden. Trotzdem sollten Sie natürlich darauf achten, dass die Zecke nicht allzu lange saugen lassen.

Die einzig gute Panik.

Zecken richtig entfernen

Das beste Mittel ist, die Zecke so hautnah wie möglich (z.B. mit einer Pinzette) zu packen und sie langsam rauszuziehen. Drehen und schnell ziehen sollte man nicht, wichtig ist einfach nur, dass die Zecke nicht zerdrückt wird. Wenn nach dem Entfernen noch Teile der Zecke stecken bleiben, ist das nicht schlimm: das ist nämlich nicht der Kopf, sondern ein Teil des Stechrüssels. Der saugt nicht weiter und wird vom Körper nach einiger Zeit automatisch abgestoßen.

Spezielle Hilfsmittel

  • Zeckenlasso: Eine kleine Schlaufe, die um die Zecke gelegt und dann zugezogen wird
  • Zeckenkarte: Meist dreieckförmige Plastikkarte mit Kerben an den Ecken für die Zecken
  • Zeckenpinzette: An der Spitze gebogene Pinzette, damit man leichter an den Zeckenkopf kommt
  • Zeckenzange: Kleine, über Druckknopf ausfahrbare Zange

Nach dem Entfernen

Nach dem Entfernen sollte die Stelle desinfiziert werden. Danach gilt es, die Zecke richtig zu entfernen. Am besten ist es, die Zecke zwischen ein in gefaltetes Küchentuch zu legen und sie dann mit einem Gegenstand (z.B. Glasflasche) zu zerdrücken. Die Einstichstelle sollte die darauffolgenden Wochen beobachtet werden. Falls die Rötung nicht zurückgeht, sich ausbreitet oder weitere Auffälligkeiten bemerkt werden, gehen Sie bitte umgehend zum Arzt.

Hier noch ein kleines Infovideo.

Weitere Informationen unter:

https://www.zecken.de/de

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/FSME/FSME.html

https://www.zeckenschule.de/

4 Dinge, die du schon immer wissen wolltest über: Linkshänder

Irgendwie ist es schon merkwürdig. Wir Linkshänder finden ungefähr so viel öffentliche Beachtung, wie Kanada bei den Armerikanern, oder Hackfleisch in der veganer WG.

Dennoch haben wir unseren eigenen Tag anscheinend verdient. Immerhin machen wir 10% der Bevölkerung aus!
Grund genug, die wichtigsten Fragen über unsere stolze Spezies zu beleuchten:

 

Frage 1: Warum gibt es mehr Rechtshänder als Linkshänder?

Eine Antwort auf diese Frage, versucht der ARD-Wissensbreak „Wissen vor 8“ zu geben.
Interessanterweise, findet sich diese Verteilung von 90% Rechtshändern in allen Kulturen und Sprachen. Die Kopplung zwischen rechter Hand und linker Gehirnhälfte, scheint gut zu funktionieren. Jedoch beanspruchen auch die meisten Linkshänder diese Gehirnhälfte. Ich war etwas enttäuscht, aber das ARD gibt mir bei dieser Frage keine „rechte“ Antwort.
[youtube id=“-0gakRxlvcI“]
Mehr Antworten liefert da schon der SWR. Dieser hat Hirnforscher Dr. Manfred Spitzer befragt, der nur eine Lösung sieht: Das Ganze sei genetisch und nicht kulturell bedingt: Sonst gäbe es keine umerzogenen Linkshänder, die gelernt haben ihre rechte Hand stärker zu nutzen, dennoch aber Linkshänder geblieben sind.
Na gut, klingt verwirrend aber auch logisch. Es gibt als keinen Grund außer unsere Gene. Sehr unspektakulär, aber immer noch die beste Antwort.

Frage 2: In welchen Bereichen haben LH Schwierigkeiten?

Hier kann ich aus eigener Erfahrung sprechen. Als Kind habe ich immer schlechte Noten in „Schönschrift“ bekommen. Als Linkshänder tut man sich tendenziell schwerer mit der Haltung des Armes, da das für Rechtshänder optimierte Schriftbild von Links nach Rechts weist.
Wir verwischen also mit unserem Arm die Tinte des eigenen geschriebenen Textes und versuchen uns daran anzupassen. Vielleicht hab ich aber auch nur einfach eine Saukralle. Muss jedenfalls genetisch bedingt sein 😉
Musizieren: Der Linkshänder unter den Musikern gilt immer noch als Exot. Viele „Leftys“ lernen ihr Instrument sogar lieber auf rechts, als sich den Umständen der Linkshändrigkeit auszuliefern.
Diese zeigen sich in deutlich teureren Instrumenten (falls unterschieden wird) und Problemen einen geeigneten Lehrer für sein Instrument zu finden. Meine einzige Gitarrenlehrerin wollte mich „umpolen“, woraufhin ich nach wenigen Wochen zum Autodidakt wurde.
Auch Haushalts- und Handwerkzeuge sind für Rechtshänder optimiert. Das habe ich bisher aber kaum als Nachteil empfunden. Obwohl unser Geschirrspüler auch nach meiner Bearbeitung noch immer leckt. Das schon…

 

Frage 3. Haben Linkshänder auch Vorteile?

Ja! Zum Beispiel im Sport. Jedes Profi-Handballteam besetzt seine Rechts-Außen mit Linkshändern, da diese einen besseren Wurf-Winkel zum Tor haben. Auch im Fußball (Linkshänder sind oftmals auch Linksfüße) braucht man gute Flanken von beiden Seiten.
Zudem soll beim Bowlen die Bahn an der linken Seite weniger abgenutzt besser bespielen lassen, die Leftys sollen die gefährlichsten Batter beim Baseball sein, und das Leftorium von Ned Flanders ist für Rechtshänder völlig uninteressant (siehe Bild oben)…

Frage 4: Welche Mythen gibt es über Linkshänder?

1. Sie sind kreativer. Dazu fällt mir nichts ein… Ausreichende Nachweise sind aber schwierig. Narf

2. Sie verdienen mehr: Laut einer amerikanischen Studie von 2006, verdienen akademische Linkshänder im Vergleich 10-15% mehr als rechtshändrige Akademiker. An mir ist dieser Vorteil bisher leider noch vorbeigegangen.

3. Linkshänder haben eine niedrigere Lebenserwartung, da sie einer erhöhten Unfallgefahr rechts-optimierten Welt ausgesetzt sind. Diese Studie ist zwar widerlegt, dennoch sitze ich mit einem Helm in der Redaktion. Sicher ist sicher…

4. Warum sind 4 der letzten 5 US-Präsidenten Linkshänder? Diese Frage könnte ich auflösen, müsste aber jeden der es liest danach töten. Dann lieber nicht.

Bist auch du Linkshänder? Hast du besondere Erfahrungen gemacht, oder willst du einfach nur über die Mainstream-Rechtshänder lästern? Dann bist du hier genau richtig. Ich freue mich auf Kommentare und „Likes“, Kritik und Tipps für den Überlebenskampf als „Lefty“.

Euer Martin