Songs, die in US-Wahlkämpfen verboten wurden

Irgendwie scheinen die Republikaner in ihren Wahlkämpfen kein gutes Händchen für Musik zu haben.

In den unten beschriebenen Vorfällen entschieden die Politiker sich stets für Lieder, deren Urheber über die Verwendung in den Kampagnen nicht sonderlich erfreut waren und den weiteren Gebrauch verboten haben.

 

Gleich zwei Musiker wendeten sich gegen Obamas Gegner John McCain:

„Running on Empty“

Jackson Browne verklagte sogar John McCain, der 2008 für das Amt des Präsidenten kandidierte, wegen Verletzungen des Copyrights.

Die Republikaner verwendeten ohne Erlaubnis den Song „Running on Empty“ des überzeugten Demokraten. So entstand der Eindruck, er würde die Kampagne unterstützen wollen, woraufhin der Künstler Schadensersatz und das Verbot der Nutzung all seiner Lieder forderte.

Der Rechtsstreit wurde jedoch durch einen Vergleich beigelegt und McCain entschuldigte sich in aller Öffentlichkeit bei dem Sänger.

https://www.youtube.com/watch?v=ub0OC1fsl1s&feature=player_embedded

„Who Says You Can’t Go Home“

Und die zweite Klatsche für John McCain: Dieser Song von Bon Jovi wurde 2008 auf Wahlkampfveranstaltungen von der republikanischen Vizepräsidentschafts-Kandidatin Sarah Palin gespielt.

Das gefiel dem Frontmann Jon Bon Jovi, der ein Unterstützer der Demokraten ist, überhaupt nicht. Der Sänger forderte John McCain auf die Benutzung des Liedes für Werbezwecke umgehend einzustellen.

Jon Bon Jovi ließ sich dafür den Support für Barack Obama, den Kandidaten der Demokraten, einiges kosten. Er organisierte eine Spendenaktion mit 30.000 $ Pro-Kopf-Verpflegung.

Mit solch zahlungsfreudiger prominenter Unterstützung lässt sich ein Wahlkampf im Handumdrehen gewinnen.

https://vimeo.com/61296119

„Eye of the Tiger“

Frank Sullivan, Komponist und Produzent der Band Survivor, untersagte den Gebrauch des Liedes beim US-Vorwahlkampf 2012 des republikanischen Kandidaten Newt Gingrich.

„Eye of the Tiger“ ist der Titelsong zu „Rocky III“ mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle.

Nach seiner Kapitulation unterstützte Newt Gingrich Kandidat Mitt Romney.

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„Born in the USA“

Im Jahr 1984 machte der 73-jährige Ronald Reagan Wahlkampf in New Jersey, der Heimat Bruce Springsteens.

Dabei bediente der Kandidat sich an dessen Musikrepertoire. Nur blöd, dass der Song „Born in the USA“ nicht so patriotisch ist, wie der Titel vermuten lässt.

Dieser handelt nämlich von einem arbeitslosen Vietnam-Veteranen, der in seinem betrunkenen und verzweifelten Zustand einen Wachmann bei einem Raubüberfall tötet.

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Memo an Politiker im Wahlkampf: Einfach vorher die Musiker ganz lieb fragen und sich intensiv mit dem Text auseinandersetzen, dann bleibt euch die öffentliche Blamage erspart!