Sagenhaftes Deutschland – Die Loreley

Die Loreley zieht jährlich tausende Touristen und Besucher an.
Der Schiefer-Felsen am Rhein bei Sankt Goarshausen hat eine lange Geschichte und eine Menge zu erzählen.

Erstmals erwähnt wurde der Felsen in Handschriften des 10. Jahrhunderts und er diente vor allem in Karten als Wegmarke für Schiffer, da die engste Flussstelle des Rheins an der Loreley als sehr gefährlich galt.
Wegen einer Sandbank und Felsrippen trafen dort verschieden schnelle Wassermengen aufeinander und der entstandene Strudel wurde vielen Schiffern zum Verhängnis.

Heute sind die gefährlichsten Felsrippen gesprengt, doch trotzdem war das letzte Schiffsunglück erst 2011.

Die Sage der Lorelei beschäftigt sich mit einer Erklärung für die vielen Unfälle.
Sie handelt um eine Jungfrau, blond und wunderschön, die oben auf dem Felsen sitzt, von dort aus singt und die Bootsmänner so fasziniert, dass sie zum Berge hinaufsehen und abgelenkt sind, von dem magischen Gesang.

loreley von dierk schaefer auf flickr.com (CC BY 2.0)

Loreley von dierk schaefer auf flickr.com (CC BY 2.0)

In den besagten Schriften des Mittelalters wird keine Jungfrau erwähnt, jedoch wird des öfteren ein Echo erwähnt, welches an der Loreley unter dem Rauschen des Wassers zu hören gewesen sei.
Daraus lässt sich auch der Name des Felsens schließen, denn „Ley“ ist ein altes Wort für Fels und „Lore“, laut Sprachforschern, ein Begriff für rauschenden Schall.

1801 wurde die erste Geschichte über die singende Jungfrau niedergeschrieben. Sie ist ein Gedicht, eine Ballade namens „zu Barach am Rheine“ von Clemens Brenato.

In dieser Fassung heißt die Jungfrau Lore Lay und wird als Zauberin vorgestellt, die alle Männer, die ihr verfallen, in den Tod reißt.

20 Jahre später, im Jahr 1823 dichtet Heinrich Heine das Loreleylied:

loreley
Ich weiß nicht was soll es bedeuten
Daß ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließt der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar,
Ihr goldenes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabey;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer, im kleinen Schiffe,
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh´.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.

Heinrich Heine, 1823

Quelle: https://www.loreley.de/loreley/lorelied.htm

Einige Jahre Später wird dieses zusammen mit Friedrich Schiller vertont und es ist bis heute ein bekanntes Lied, welches auch schon in englischer Fassung aufgenommen worden.

Seit dem 19. Jahrhundert haben sich aus der 1801 erstmals aufgeschriebenen Geschichte viele verschiedene Sagen rund um die Loreley und die Jungfrau entwickelt, die weitergegeben und niedergeschrieben wurden.

Eine der schönsten Fassungen stammt von zwei weiteren Meistern der Literatur, den Gebrüder Grimm.
Hören Sie hier als Hörbuch: Die Loreley

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Leo Fender – der Pionier der E-Gitarren

Ohne ihn wäre die Entwicklung im Elektrischen-Gitarrenbau vielleicht andere Wege gegangen, die erschwinglichen Preise die man heute für Einsteigermodelle aber auch Profi-Instrumente berappen muss sind zu einem guten Teil sein Verdienst.

e gitarre

Epiphone 3-3 von Maja Dumat auf flickr – CC BY

Das eigene Radiogeschäft

Leo Fender. Geboren 1909 in Anaheim, Kalifornien hat er sich schon im Kindesalter für Elektrotechnik interessiert. Auf der High School baute und reparierte er Radios, später sollte er sein eigenes Radiogeschäft eröffnen wo er auch Schallplatten und Musikinstrumente verkaufte, letztere auch reparierte.

Verstärker, neue Tonabnehmertechniken für die E-Gitarre, verbesserte Plattenwechsler und Hawaiigitarren konstruierte er, der große Erfolg sollte sich aber erst mit den E-Gitarren einstellen.

Der Erfolg des Tüftlers

Schon lange war Fender genervt von der E-Gitarrenbauweise, deren Elektrik er zwar austauschen konnte, die damals noch geleimten Hälse aber waren irreparabel und machten bei einem Schaden den ganzen Korpus unnutzbar.

Deshalb stellte er 1950 zusammen mit George Fullerton die Fender Telecaster vor, die erste Gitarre mit geschraubtem Hals. Die Einzelteile der „Tele“ waren einfach austauschbar, das Instrument leichter zu bauen und industriell herstellbar und der Preis folglich deutlich günstiger.

Auch wenn Fender mit seiner neuen Bauweise anfänglich belächelt wurde setzte er neue Maßstäbe und brachte die Fender Stratocaster und den Fender Precision Bass auf den Markt, der mit Bünden versehen eine ähnliche Spielweise wie die Gitarre anbot und den Kontrabass größtenteils vom Markt verdrängte.

Der Henry Ford des Gitarrenbaus

In den 50ern war Leo Fender der Henry Ford des Gitarrenbaus, auch der große Konkurrent Gibson konnte da nicht mithalten. Der Jazz Bass, die Fender Jaguar sowie die Jazzmaster wurden geboren.

Die Tragödie

1965 erkrankte er an Parkinson und musste sein Unternehmen Fender Electrical Instrument Co für 13 Millionen US-Dollar an den Medienkonzern CBS verkaufen. Aufhören konnte er jedoch nicht, er wurde immer wieder tätig und schuf den bis heute sehr erfolgreichen Music Man Sting RayBass E-Bass, neue Tonabnehmer und Hälse.

Jeder hat sie gespielt – nur er nicht

Jeder Gitarrist kennt heute die Strat- und Tele-Modelle, die vielfältig nachempfunden wurden und heute massenweise von Billig-Herstellern angeboten werden. Das Original aber bleibt unerreicht und früher oder später hat jeder Gitarrist seine eigene Fender.

Leo Fender starb am 21. März 1991 an den Nebenwirkungen seiner Parkinson-Krankheit. Gitarrenspielen konnte er nie, spielte aber Saxophon und hatte gute Kontakte zur Musikerszene.

1992 wurde er mit seinen Verdiensten in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen und erhielt 2009 postum den Grammy für seine besonderen Verdienste.

R.I.P. Leo, danke für jede Menge Rock and Roll…

Die besten Straßenmusiker

Wundert ihr euch auch oft… 

…welche ausgezeichneten Musiker sich auf die Straße stellen, um sich ihr Publikum selbst zu verschaffen?

Und fragt ihr euch manchmal auch:

Hat man es als anspruchsvoller Musizierender nötig für die paar Euro zu „betteln“?

Straßenmusik ist kein Betteln

Zumindest in den meisten Fällen. Theoretisch gab es sie schon seit der Antike, in Form von Wandersängern und Barden, praktisch hat sie sich vor allem in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als Kleinkunst entwickelt.

Großkunst

Aber auch der Begriff „Kleinkunst“ trifft es nicht ganz. Denn wer auf der Straße musiziert ist nur in den wenigsten Fällen ein verzweifelter Bettler mit bescheidenem Können (oft auch als Straßenmusikanten bezeichnet).

Im Gegenteil: Musikstudenten, reisende Musiker und Bands, die auf ihr Publikum zugehen wollen, verschaffen sich Gehör und verdienen dabei nicht schlecht!

Bis zu 200 Euro pro Stunde und mehr können dabei drin sein, je nach Stadt, Talent und Jahreszeit natürlich. In vielen Städten muss man deshalb am Morgen vorspielen und beweisen, dass man auch straßentauglich ist.

 

Deshalb habe ich für euch die besten Straßenmusiker gesucht und zusammengestellt.

Natürlich freue ich mich über weitere Vorschläge von euch in der Kommentar-Funktion 🙂

Dieser Violinist spielt nicht nur mit den verschiedensten Möglichkeiten seines Instruments, sondern erzeugt mittels Loop-Effekt ein kleines Streichorchester. Unglaublich:

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Diese Kombination gefällt mir besonders: Beatbox-Querflöte + Cello. Virtuosen an ihrem Instrument umsonst auf dem Union Square…

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Eine ganz andere Musikrichtung, die sowohl mit Beatboxen als auch mit Loops arbeitet. Klingt wie direkt aus dem Studio. Gigantisch:

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Andere fertigen sich die komplexesten Konstruktionen an, um alleine verschiedene Instrumente gleichzeitig spielen zu können. Die One Man mit Show-Charakter:

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Auch bei Absolut Unplugged haben wir Straßenmusiker beegrüßt. Die Mischung aus Rock und Akkordeon macht Almost Heart-Chor einzigartig und hat die auf Platz drei der besten Straßenmusiker Deutschlands (im WDR) gebracht:

 

 

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Wenn ihr also das nächste Mal ein

Studio 54 – das moderne Gomorrah

Eine Ära

New York, Ende der 70er: Der Feminismus strebt auf, die Disco-Ära steckt in den Kinderschuhen, der Vietnam-Krieg ist vorbei, die Amerikaner haben den Watergate-Skandal hinter sich und Aids ist noch unbekannt.

Die Menschen sind politikverdrossen, konsumieren Drogen, sind sexuell sehr liberal eingestellt und suchen in dieser freiliebigen Zeit nach Ablenkung, Spaß und Zerstreuung.

Am 26. April 1977 wird die Hochburg dieses Lebensgefühls in New York eingeweiht: Das Studio 54 öffnet seine Tore.

Steve Rubell und Ian Schrager hatten verstanden, worauf es den Leuten ankam und einen Discotempel gegründet, der seines Gleichen sucht.

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Zuvor im Gebäude war ein TV-Studio der CBS, das als 52. Studio des Senders von den Mitarbeitern einfach „Studio 52“ getauft wurde. In Anlehnung an dieses Studio und wegen der Lage in der 54. westlichen Straße von New York war der Name schnell gefunden, dessen Logo man auch heute noch auf vielen Studio 54 Parties vorfindet.

Das Motto des Clubs war klar: Sex, Drogen, Disco, Prominenz und hemmunglos Party bis in die frühen Morgenstunden. Wer kein Star war musste sich an das Motto der Eintrittskarten halten um dabei zu sein: „Dress spectacular!“

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Glitzernd und glänzend wurde das „54“ schnell zum bekanntesten Club in New York, Amerika, später der Welt. Rubell sagte nach dem ersten Jahr, in dem das Studio 7 Millionen US-Dollar Gewinn eingefahren hatte: „Only the Mafia made more money!“

Prominente Gäste waren neben vielen anderen Liz Taylor, Mick und Biance Jagger, Arnold Schwarzenegger, Andy Warhol, Calvin Klein, Madonna, KISS und Diana Ross.

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Das Ende

Später sollte den Betreibern eben jenes Geld zum Verhängnis werden: Wegen Steuerhinterziehung wurden sie im Dezember 1979 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und das Studio 54 schloss nur zweieinhalb Jahre nach Eröffnung wieder. 1981 öffnete es erneut, 5 Jahre später jedoch das endgültige Aus des Clubs.

Legendär

Das 54 hat einen Einfluss auf die Party-Welt, der bis dato unübertroffen ist. Kein Wunder, dass auch heute noch in Clubs weltweit regelmäßig „Studio 54 Parties“ gefeiert werden, die die 70er Jahre erneut hochleben lassen. Eine hedonistische Zeit, in die sich manch einer gerne zurückwünschen würde. Wer die Zeitmaschine anwirft sollte aber vorbreitet sein: Dress spectacular!!! 🙂

Urban Vinyl – bunte Kunst aus schwarzem Gold

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Bilderrätsel


<= Wer hat in Chemie aufgepasst und kann dieses Bilderrätsel lösen?

Ich jedenfalls nicht.Und für allen denen es ähnlich geht darf ich entschlüsseln:

Es handelt sich um die chemische Struktur von Polyvinylchlorid!

Vinyl, so heißt das Zeug aus dem Isolierungen, Bodenbeläge und eben auch Schallplatten gefertigt werden.

Beliebt und bekannt ist der Kunststoff für seine leichte Formbarkeit, die er durch Zugabe von Weichmachern und Stabilisatoren erhält. Trotzdem ist PVC widerstandsfähig und robust.

Urban-Vinyl-Action!

Bestens geeignet also, um ihn auch für plastische Zwecke einzusetzen!

Das dachte sich Mitte der 90er auch der chinesische Designer Michael Lau (klingt gar nicht so chinesisch, sieht aber so aus). Er formte aus Vinyl 101 Action-Figuren und veröffentlichte sie unter der Serie „The Gardener“ mit großem Erfolg.

Er gilt als Erfinder der Kunstrichtung „Urban Vinyl“ die sich durch andere Künstler wie Gary Baseman. Sun-Min Kim, Franz Kozik und viele weitere vornehmlich unter Sammlern verbreitet hat. Seit 2002 wird Urban Vinyl   – auch als „Designer Toy“ bekannt (Designer Toy steht allerdings auch für Kunst aus anderen Materialien) darüber hinaus im kommerziell wirtschaftlichen Sinne erfolgreich in Online Shops vertrieben.

 

Urban Vinyl definiert sich als künstlerische oder mittlerweile auch kommerzielle Kreation von Figuren und Skulpturen aus PVC und gilt als Hip-Hop und Jugend orientiert. Oft wird Urban Vinyl von Graphikern, Graffiti-Künstlern, DJs und Musikern aus urbanen Gegenden in den Vereinigten Staaten und Asien betrieben. Als Motive gelten dementsprechend berühmte Figuren aus nordamerikanischer und asiatischer Kultur.

Schluss mit der Theorie – wir wollen Bilder!

Wie Urban Vinyl aussehen kann, könnt ihr hier sehen:











Kaufen

Wer sich in die kleinen Figuren verliebt hat, findet hier Links zum Nachkaufen:

=> Collective.at Shop
=> Superchan Online Shop