Zu HOT für die Glotze!

Diese Musik-Performances fielen der Zensur zum Opfer

Zuletzt sorgte ja Popsternchen Miley Cyrus ziemlich oft für Aufsehen aufgrund ihrer provokativen und sexgeladenenen Shows. Doch die Aufregung um Auftritte und Musikvideos der Pop- und Rockstars ist keine Erscheinung der letzten Jahre. weiterlesen

Zum Weltmännertag oder warum Synchronschwimmen kein Sport ist!

Samstag, dritter November 2012. Wir schreiben den insgesamt 13. Weltmännertag, denn vor dem Jahr 2000 existierte ein solcher noch gar nicht. Nun fragt sich der ein oder andere, warum ein solcher Tag überhaupt ins Leben gerufen wird und wie es so weit kommen konnte, dass nicht mehr jeder Tag des Jahres ohnehin der Männerwelt gehört. Der Ursprung liegt – so hart es klingen mag, liebe Männer – in der Musik, die das „starke Geschlecht“ Schritt für Schritt entmachtet hat. Ein geschichtlicher Rückblick wird dies kurz verdeutlichen…

It’s a man’s world!

1966 schien die (Männer-)Welt noch in Ordnung zu sein. „It’s a man’s world“ schrie James Brown persönlich noch aus seiner verrauchten Kehle, gestand den Frauen aber noch gnädig ein: „But it would be nothing, (…) without a woman or a girl“. Der King of Soul sprach von Männern noch als Schaffern, als Ingenieuren und Erfindern von Automobilen und elektrischem Licht, als Familienversorgern, als Männern eben. Frauen machten das Leben zwar lebenswert für den Mann, ansonsten war’s das aber auch schon wieder. Das sollte sich bald darauf ändern…

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Grönemeyers „Männer“

Knapp 20 Jahre später hinterfragt Herbert Grönemeyer in seinem Song „Männer“ diese Position schon erheblich. Er beschrieb Y-Chromosomen-Träger als verletzliche, mit dünnen Haaren bestrafte Wesen, die nicht mal in der Lage sind, Kinder zu kriegen. Keine Frage, ein Schlag ins bärtige Gesicht, und ein Wertewandel zeichnete sich ab.

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Männer sind Schweine

War der Schwerpunkt von Grönemeyers Kritik noch die naturgegebenen Unzulänglichkeiten, so gingen die Ärzte 1998 noch einen Schritt weiter. „Männer sind Schweine, traue ihnen nicht mein Kind“ war die unmissverständliche Botschaft ihrer Singleauskopplung. Verlogene, schwanzgesteuerte Rüpel, die sich nach der Hochzeit zum Tier verwandeln sollen, noch dazu ausnahmslos „unrasiert und widerlich“. Eine Katastrophe für uns Männer, teils zu Unrecht beschimpft, größtenteils aber enttarnt und gedemütigt zogen wir uns zurück und hofften innig auf ein besseres nächstes Jahrtausend, auf eine Revolution, auf irgendetwas, das uns metrosexuellen Wesen wieder Trost und Hoffnung spendete

Popsternchen über Männer

Doch es sollte alles ganz anders kommen…Vom weiblichen Mund des 21. Jahrhunderts abfällig nur noch als „Typen“ designiert, bemerkten wir ohnehin kaum mehr, womit uns die mittlerweile völlig aus den Fugen geratene Musikwelt bombardierte. Ein Popstar-Sternchen unter dem Namen „Trynamite“ veröffentlichte „Scheiss Männer“. „Du würdest sterben, um mich einmal anzufassen.
Ich werf dich ins Aquarium dann kannst du mich begaffen“ singt sie neckisch, abfällig. Die Kernaussage:“Alle Männer in meinem Männermeer sind nur Penner und keine Männer mehr“. Kein Wunder vielleicht, denn ihr Produzent und Lebenspartner ist der gefühlte 98cm große Lukas Hilbert.

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Nichtsdestotrotz erkennbar, das endgültige Aus für unsere männlich stolze Spezies, für alle Versorger und Blumenkäufer, für alle Türaufhalter, Drinkausgeber, Porschefahrer und Einparkexperten, die sich sicher sind, dass Synchronschwimmen kein Sport ist.

Und nicht einmal der Weltmännertag bleibt uns übrig, er hat nämlich nichts zu tun mit Männlichkeit und Testostertonhaushalt, nein, er soll laut Schirmherr Michael Gorbatschow das Bewusstsein der Männer im gesundheitlichen Bereich erweitern. Ein Anreiz quasi zum Nachdenken über unsere deftig-fettig-käsige Esskultur, damit wir irgendwann nicht mehr im Durchschnitt 7 Jahre früher als die Frauen sterben müssen.

Eine erschütternde Erkenntnis. Da bleibt uns wohl nur noch eine letzte Bastion:

Der internationale Männertag, denn der ist schon wieder am 19. November…