Versteckte Kosten: So viel kostet das Zahlen mit der Girocard wirklich

Bargeldloses Bezahlen wird immer beliebter und seit der Pandemie ist es sogar ausdrücklich erwünscht. Aber Achtung: Was viele Kunden nicht wissen- die Banken zocken die Kunden mit versteckten Gebühren ab. Betroffen sind vor allem Kunden der regionalen Banken wie der Sparkasse oder den VR- Raiffeisenbanken.

Das Brötchen beim Bäcker, das Parkticket im Parkhaus oder am Zigarettenautomat – immer mehr Menschen zahlen auch Kleinbeträge mit der Karte ihres Girokontos. Was im Alltag super praktisch ist, kann aber zur Gebührenfalle werden. Pro Zahlung werden 35-75 Cent pro Zahlungsvorgang abgebucht – wer also seine Girocard mindestens 2 Mal am Tag benutzt, der kommt auf durchschnittlich 255 Euro Extrakosten im Jahr.

Die Banken verstecken diese Mehrkosten vor ihren Kunden- doch ist das überhaupt legal? David Riechmann von der Verbraucherzentrale, erklärt:

Die rechtliche Lage hat sich ein Bisschen verändert (…) dahin, dass auch einzelne Sachen bepreist werden können. Also auch Geld abheben am Automaten was früher auch durch Rechtssprechung umsonst sein musste, darf jetzt mittlerweile bepreist werden. (…) Also das ist leider (…) für den Verbraucher unübersichtlicher geworden, der muss genauer hingucken jetzt, was die Bank (…) ändert, damit man da nicht (…) auf einmal super hohe Kontoführungsgebühren hat.

Wie erkenne ich die versteckten Kosten?

Die versteckten Kosten kann man in seinem Kontoauszug unter Begriffen wie „Kontoführungsgebühren“ oder „Entgeldabrechnungen“ finden. Sollte man dort nichts entdecken, empfieht David Riechmann sich die AGBs seiner Bank auf deren Homepage genauer anzugucken. Unter „Lastenschriften“ oder „Karteneinsatz“ sind diese Kosten dann aufgeschlüsselt.

Was kann ich dagegen unternehmen?

Wenn ich von den Girocard-Gebühren betroffen bin, gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Ich informiere mich bei meiner Bank über andere Konten: Oft kann man das Kontomodell ändern und zahlt dann vielleicht hohere Kontoführungsgebühren, aber dann nicht mehr für jede Transaktion einzelnd.
  2. Ich wechsel die Bank: Hier bieten reine Onlinebanken oft gute preiswerte Alternativen