Morgens wie ein Kaiser… wie wichtig ist Frühstücken wirklich?

Morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König, abends wie ein Bettelmann.

Das Sprichwort besagt, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist und auf keinen Fall ausgelassen werden sollte.

Aber was sagt die Wissenschaft? Wir machen für Sie reinen (Frühstücks-) Tisch.

Wer nicht frühstückt, nimmt schneller zu

Eine durchaus logische Annahme, denn: wer morgens nichts isst, müsste doch mittags umso hungriger sein.

Verschiedene Studien haben aber gezeigt: ein Nichtfrühstücker isst mittags nicht erheblich mehr als ein Frühstücker. Somit spart sich der Nichtfrühstücker insgesamt Kalorien. Experten gehen daher davon aus, dass Erwachsene, die aufs Frühstück verzichten, langfristig sogar abnehmen könnten.

Wer frühstückt, ist körperlich leistungsfähiger

Erwachsene, die nicht frühstücken, bewegen sich unbewusst weniger, als Erwachsene mit Frühstück. Das hat eine Studie der University of Bath in England gezeigt.

Die Begründung der Forscher: Fehlt dem Körper die Kalorienzufuhr, schaltet er in eine Art Energiesparmodus und lässt unnötige Anstrengungen automatisch aus. Die logische Folgerung: wer  schon vormittags sehr aktiv ist, Sport treibt oder einer körperlich anstrengenden Arbeit nachgeht, sollte besser frühstücken.

Wer frühstückt, kann besser denken

Verschiedene Studien zeigen, dass Kinder, die vor der Schule frühstücken, bessere Noten haben.

Am Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam erklärt man das so, dass Kinder ohne Frühstück häufig aus sozial schwächeren Familien kommen, in denen sich die Eltern allgemein weniger um ihre Kinder kümmern.

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Fazit: frühstücken oder nicht?

Eine Faustregel kann die Wissenschaft derzeit nicht geben. Ernährungsexperten raten aber: wenn frühstücken, dann gesund und ballaststoffreich.

Vollkornbrot, Körnermüsli, Obst und Milchprodukte füllen den Nährstoffspeicher auf und liefern reichlich Energie. Dies sei vor allem für Kinder im Wachstum sehr wichtig.