Die außergewöhnlichsten Benimm-Regeln im Urlaub – Do`s und Dont`s

Endlich in den wohlverdienten Urlaub! Etwa 70 Millionen Urlaubsreisen werden jährlich von den Deutschen unternommen. Dabei verreisen viele gerne in fremde Länder. Doch Vorsicht: In jedem Land gibt es andere Sitten und Regeln, die sich teilweise deutlich von den eigenen unterscheiden. Da kann es schon mal passieren, dass man die Einheimischen unbeabsichtigt beleidigt, ohne zu wissen, weswegen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich erstmal vor Reiseantritt über die Gepflogenheiten im jeweiligen Urlaubsland zu informieren. Hier haben wir Ihnen einen kurzen Überblick über die außergewöhnlichsten Benimm-Regeln aus beliebten Urlaubsländern zusammengestellt:


1. Italien

Das Auftreten:

Ein stilvolles Auftreten ist in Italien sehr wichtig: so sollten Sie vorzugsweise nicht in Strandkleidung und Badelatschen durch die Innenstadt schlendern. In Venedig wird das Tragen von Bikini oder Badehose sogar mit einer Geldbuße geahndet. Das kann Sie bis zu 250 Euro kosten!

Kaffee:

Abgesehen von der Kleiderordnung gibt es in Italien auch Regeln, wann Sie welchen Kaffee trinken sollten. Jeder Kaffee hat seine eigene Tageszeit: Nach dem Aufstehen wird Espresso serviert. Zum Frühstück gibt es einen Cappuccino oder Latte Macchiato und ab mittags wird dann nur noch Espresso getrunken.

Einladungen:

Wenn Sie von einem Italiener eingeladen werden, sollten Sie darauf achten, auf jeden Fall pünktlich sein. Auch ein kleines Gastgeschenk ist angebracht. Bringen Sie aber keine Chrysanthemen als Blumengeschenk sind, da diese Friedhofsblumen sind.

Im Restaurant:

Im Restaurant ist zu beachten, dass jedem Gast ein Platz zugewiesen wird. Also sollten Sie zuerst abwarten und sich nicht auf eigene Faust einen Platz suchen. Auch gilt es als unhöflich, nur ein Hauptgericht zu bestellen: lieber verschiedene kleinere Portionen als eine große probieren. „Coperto“ ist ein Betrag für Geschirr und Besteck, der im Restaurant immer zu bezahlen ist, unabhängig davon, was man isst. Trinkgeld ist aber noch nicht im Betrag enthalten. Etwa zwischen fünf bis zehn Prozent sind in Italien üblich.


2. Griechenland

Handzeichen:

Wenn Sie jemandem in Griechenland zuwinken möchten, achten Sie darauf, Ihre offene Handfläche nicht gegen die andere Person zu richten. Dies wird nämlich als große Beleidigung verstanden: Das Entgegnen der offenen Handinnenfläche mit gespreizten Fingern wird als „moutza“ bezeichnet, eine schlimme Beleidigungen in Griechenland.
Auch das bekannte Zeichen für „okay“ (Daumen und Zeigefinger formen einen Ring, die anderen Finger werden nach oben gespreizt) steht für das Zeigen des „Stinkefingers“.

Im Restaurant:

Im Norden von Griechenland werden Gäste oft nicht gleich zu Tisch, sondern erst in die Küche geführt. Da es häufig keine Speisekarte gibt, können Sie dort das Essen auswählen, das Sie gerne bestellen möchten. Meist gibt es Fisch, frisches Gemüse mit Olivenöl, Joghurt und Käse. Trinkgeld wird dann zwischen fünf und zehn Prozent gegeben.


3. Spanien

Das Auftreten:

In Spanien, wie in Italien, wird großer Wert auf ein angemessenes Outfit gelegt. Zwar haben sich viele Spanier oft schon an die typische Urlaubskleidung gewöhnt, aber es ist trotzdem angebracht, auf sein Erscheinungsbild zu achten.

Einladungen:

Bei Einladungen in Spanien verhält es sich ähnlich wie in Italien. Ein Gastgeschenk sollte sein, aber bitte keine Chrysanthemen als Blumen. Mit der Pünktlichkeit hingegen nehmen es die Spanier nicht so genau. Dabei ist eine Verspätung von bis zu 30 Minuten kein Fauxpas.

Im Restaurant:

Im Restaurant gilt: Man wird zu Tisch geführt und sollte nicht eigenhändig einen auswählen. Das Trinkgeld sollte in einem Bereich von zehn bis 15 Prozent liegen und wird einfach auf dem Tisch gelegt. Aber Achtung: Um peinliche Missverständnisse zu vermeiden, sollten Sie beim Getränkebestellen darauf achten, eine „Coca-Cola“ und keine „Cola“ zu bestellen, da dies im Spanischen eine vulgäre Äußerung ist.


4. Polen

Einladungen:

Wenn Sie in Polen nach Hause eingeladen werden, ist eine Verspätung von etwa einer Viertelstunde in Ordnung. Meist wird viel aufgetischt, von dem Sie aus Höflichkeit alles probieren sollten. In Polen ist es auch üblich, dass das Glas immer nachgeschenkt wird, sobald es leer ist. Empfehlenswert ist es deswegen, das Glas erst dann zu leeren, wenn Sie noch etwas möchten.

Im Restaurant:

Sie sollten in Restaurants oder Bars Ihre Handtasche nicht auf den Boden stellen. Das hängt mit dem Aberglauben zusammen, dass man Geld verliert, sobald die Tasche auf dem Boden steht. Meist gibt es dafür einen niedrigen Hocker oder Sie legen Ihre Tasche an einem freien Stuhl am Tisch ab.


5. Australien

Im Restaurant:

In Australien werden Sie häufig das Schild „BYO – Bring your own“ an Restaurants sehen. Dies bedeutet, dass Gäste ihren Alkohol selbst mitbringen dürfen, da die Restaurants keine Ausschanklizenz haben. Auch in britischen oder neuseeländischen Restaurants werden Sie solche Schilder öfter lesen. Für fünf bis zehn AUS-Dollar können Sie sich dann Gläser leihen und die mitgebrachten Getränke geöffnet bekommen. Eigenes Essen brauchen Sie aber nicht mitzubringen.


6. Brasilien

Im Restaurant:

Churrascarias sind traditionelle Restaurants in Brasilien, in denen es vor allem gegrilltes Fleisch gibt. Das Fleisch wird direkt am Tisch vom Spieß geschnitten und dem Gast serviert. Jeder Gast hat eine persönliche „Fleisch-Ampel“ in Form eines Bierdeckels, bei der die eine Seite rot und die andere grün ist. Wenn Sie genug haben und kein Fleisch mehr möchten, drehen Sie einfach den Bierdeckel um, sodass die rote Seite nach oben zeigt.


7. Japan

Das Auftreten:

Das äußere Erscheinungsbild hat einen hohen Stellenwert. Die Kleidung sollte korrekt sitzen und einen gepflegten Eindruck machen. Vor allem Schuhe sollten geputzt und Socken ohne Löcher sein, da sie bei Betreten eines Raumes häufig ausgezogen werden. Auch Hygiene ist sehr wichtig. Sowohl vor und nach dem Toilettengang ist Händewaschen üblich. Auch werden für das Bad meist spezielle Pantoffeln angezogen. Mit Hygiene ist aber nicht gemeint, dass Sie zu viel Deodorant oder Parfüm tragen sollten: dies kann schnell als Geruchsbelästigung aufgefasst werden.
Auch sollten Sie zu einer Verabredung immer etwas früher kommen: etwa eine halbe Stunde bis zehn Minuten vorher sind angebracht. Wer pünktlich kommt, ist schon zu spät.
Je tiefer auch die obligatorische Verbeugung zur Begrüßung ist, desto höflicher. Aber hier gilt die Divise: nicht übertreiben! Meist reicht eine angedeutete Verbeugung oder eine Verbeugung in einem Winkel von etwa 45 Grad.

Einladungen:

Von einem Japaner eingeladen zu werden, ist eine große Ehre. Ein Geschenk mitzunehmen kann in Japan schon als Plicht bezeichnet werden. Der Wert des Geschenkes sollte dabei einerseits nicht zu hoch sein, da Sie den Gastgeber sonst in Verlegenheit bringen könnten. Andererseits sollte es natürlich auch nicht zu günstig sein. Eine schöne Verpackung ist ebenfalls sehr wichtig, jedoch auf keinen Fall schwarz, da diese auch in Japan eine Trauerfarbe ist. Wundern Sie sich aber nicht darüber, wenn der Beschenkte sein Geschenk nicht in Ihrer Anwesenheit öffnet. Das liegt daran, dass das Zeigen von Überraschung oder Enttäuschung einen Gesichtsverlust für den Gastgeber darstellen würde.

Im Restaurant:

Vor dem Essen wird immer ein feuchtes Tuch gereicht, damit Sie Ihre Hände säubern können. Als absolutes Tabu gilt es, die Essstäbchen senkrecht in den Reis zu stecken, da diese an Räucherstäbchen erinnern, die für Verstorbene angezündet werden. Außerdem gilt dies als böses Omen. Also am besten die Stäbchen entweder – falls vorhanden – auf ein Stäbchen-Bänkchen legen. Oder Sie lehnen die Stäbchen mit der Mundseite an Teller oder Schale und dem anderen Ende am Tisch an.
Auch das Schlürfen der Suppe gilt in Japan als Kompliment für den Koch/die Köchin. Schmatzen oder Rülpsen hingegen sollten Sie besser unterlassen.
Auch ist es in Japan nicht üblich, Trinkgeld zu geben.


Die 10 außergewöhnlichsten Hotels Deutschlands

Es muss nicht immer das klassische Hotel mit Frühstücksbuffet sein. Wo die Zimmer nur aus denselben weißen Bettlacken bestehen und der Pool gleich neben der Anlage ist. Warum nicht in Schokolade übernachten? Oder in einem Gurkenfass? Wir zeigen Ihnen hier die außergewöhnlichsten Hotels Deutschlands.

1. Erlebnisbahn Ratzeburg

Normalerweise sind Übernachtungen in der Bahn nichts, was man sich wünscht. In Ratzeburg ist das aber die Hauptattraktion: tagsüber kann man auf mehreren Touren die Gegend entdecken, nachts schläft man in einem der speziell dafür eingerichteten Wagons.

2. Knasthotel Fronfeste, Amberg

Hinter schwedischen Gardinen in Deutschland schlafen? Kein Problem in Amberg. Dort wurde ein ehemaliges Gefängnis in ein Hotel umgebaut. Neben Einzel- und Doppelzellen gibt es hier auch Themenzimmer, die von „Wärter“ bis „Gefängnisdirektor“ reichen. Die Zimmer selbst sind natürlich besser ausgestattet als das Gefängnis damals 😉

3. Igludorf Zugspitze

Bei 2.600 Meter über dem Meerespiegel ist man oft in luftigen Höhen. Oder auf der Zugspitze. Dort befinden sich in den Wintermonaten die höchstgelegenen Iglus in ganz Deutschland. Insgesamt bieten die Iglus Platz für knapp 50 Gäste. Tipp: hier lässt sich mit der Hilfe Profis auch ein Zweier-Iglu Block für Block zusammenbauen, ideal für die Flitterwochen.

4. V8-Hotel in Böblingen

Für alle Auto-Fans eine Reise wert. Ganz in der Nähe der Autostadt Stuttgart befindet sich neben dem Themenhotel Ausstellungen, Museen und Events rund um Mercedes. Wer möchte, kann hier sogar auch heiraten: vorgefahren wird natürlich in einem Wagen nach Wahl.

5. Bubble-Tent Bad Dürrheim

Die Aussicht im Schwarzwald ist atemberaubend. Die kann man jetzt auch nachts genießen – ohne dabei zu frieren. Ein Zelt, das wie eine riesige Seifenblase aussieht, wurde in der Nähe eines Hotels aufgebaut. Es wurde alles so eingerichtet, dass Leute von draußen nicht reinschauen können. WC, Dusche und Sauna sind nur fünf Meter vom Zelt entfernt.

6. Kletterwald Leipzig Baumhaus

Nicht jeder hatte das Glück, ein Baumhaus im eigenen Garten zu haben. Doch kein Problem! Mittlerweile gibt es genug Baumhaushotels, vor allem in Deutschland. In Leipzig steht ein ganz besonderes: hier wurden nicht nur Häuser an Bäume gebaut, sondern dazu gleich ein ganzer Hochseilgarten. Für jeden, der schon immer mal auf Tarzan und Jane machen wollte.

7. Voss Schokoladenhotel, Westerstede

„Schokolade macht glücklich“. Das hat sich ein Unternehmen auf die Fahne geschrieben und der Schokolade ein ganzes Hotel gewidmet. Alle Räume sind unglaublich süß eingerichtet, und durch den Kakao gezogen wird man nur im Schokoladen-Sahne-Bad.

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Die nächsten Tage werden schokoladig…

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8. Gurkenfass-Hotel, Lübbenau

Von einer Delikatesse zur anderen. Wir befinden uns jetzt im Spreewald, wo die berühmten Spreewaldgurken herkommen. Wenn Sie sich mal wie eine solche fühlen wollen, können sie in einem der umgebauten Gurkenfässer übernachten. Diese bieten Platz für zwei Personen und sind so mittendrin im Erholungsort Lübbenau.

9. Feriendorf Auenland, Eisfeld

Natürlich würde es sich anbieten, wenn man einen Ferienort „Auenland“ nennt, diesen auch im Stil von „Herr der Ringe“ zu bauen. Das wurde in Eisfeld auch getan, hier kann man mit bis zu vier Personen in den sogenannten Erdhäusern übernachten. Ein Ort, sie übernachten zu lassen.

10. Bratwurst-Hotel, Rittersbach

Zum Abschluss noch ein Leckerbissen: in diesem Hotel geht es – wie der Name schon sagt – um die Wurst. Geführt wird das Hotel von einer Metzgerei, dementsprechend gibt es hier ein Bratwurstrestaurant. Die Zimmer drehen sich alle um die Bratwurst, teilweise sind die Wände mit Bratwurstbildern tapeziert.