Keine Missverständnisse mehr: So begrüßt man sich in anderen Ländern

In Deutschland ist der Handschlag zur Begrüßung das normalste auf der Welt. Dass man damit aber nicht überall im Ausland gut ankommt, kann durchaus passieren. Um in Zukunft Fehler zu vermeiden und zu zeigen, wie Sie es besser machen können zeigen wir hier die gängigen Begrüßungen aus aller Welt.

Küsschen geben

Nach dem Handschlag ist der Wangenkuss die wohl bekannteste Begrüßungsform. Dabei ist es von Land zu Land unterschiedlich, wie viele Küsschen verteilt werden. Hier eine kleine Auflistung:

  • ein Kuss: Argentinien, Chile, Frankreich, Italien, Kolumbien, Peru und in den Philippinen
  • zwei Küsse: Brasilien, Deutschland, Frankreich, Griechenland und in einigen osteuropäischen Ländern
  • drei Küsse: Ägypten, Belgien, Frankreich, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Russland, Schweiz, Serbien und Slowenien
  • zwei bis vier Küsse: Frankreich

Frankreich taucht in der Liste mehrmals auf, da je nach Beziehungsstatus mehr oder weniger Küsschen gegeben werden.

Eine besondere Form des Kusses ist der Kunik, der von den Inuit durchgeführt wird. Dabei „kuscheln“ die Nasen miteinander. So extrem wie in diesem Beispiel muss es dann nicht werden:

Keine Berührung

Besonders in asiatischen Ländern sind Begrüßungen ohne Berührungen gang und gäbe. Ein paar Beispiele:

  • In Japan legt man beispielsweise die Hände auf die Oberschenkel und verneigt sich. Je tiefer die Verbeugung geht, desto mehr Demut zeigt man.
  • In Thailand zeigt man mit zusammengefalteten Händen Respekt: wenn die Hände höher gehalten werden, bedeutet das mehr Respekt dem Gegenüber.
  • Menschen in vielen orientalischen Ländern streichen bei der Begrüßung bei sich selbst mit der rechten Hand von der Stirn bis zum Bauchnabel.
  • Hindus in Indien Leute in vielen asiatischen Ländern legen die Handinnenflächen in Herznähe an die Brust und beugen leicht den Kopf.
Wie kompliziert das Verbeugen teilweise sein kann, sieht man hier.

Weitere Begrüßungen

  • Polynesien: Streicheln mit den Händen des Anderen über das eigene Gesicht
  • Haiti: Überlanges Händeschütteln mit wiederholten Verbeugungen
  • Tibet: Zunge herausstrecken und pfeifend die Luft einziehen
  • Neuseeland: Hongi, die Begrüßung der Maori. Dabei werden Stirn und Nase aneinandergelegt.
Heutzutage ist Hongi hauptsächlich zu offiziellen Anlässen üblich.