Anderer Sinn: 11 Songs die jeder falsch versteht

Es gibt so viele Lieder, die schön klingen, aber eine nicht so schöne oder einfach andere Bedeutung haben wie gedacht. So will man als das Lied, das einen mit dem Partner verbindet, keinen Trennungs-Song haben. Deswegen klären wir für Sie bei zwölf Songs auf, was sie wirklich bedeuten! Zum Nachschlagen haben wir natürlich noch zu jedem Song den Songtext verlinkt.

1. Semisonic – „Closing Time“ (1998)

Ein Klassiker unter den missverstandenen Songs: so singt Semisonic-Frontmann Dan Wilson nicht über den Zapfenstreich in der Bar, sondern über die Geburt eines Kindes. „This room won’t be open ‚til your brothers or you sisters come“ spricht da eine sehr deutliche Sprache.

Songtext

2. Whitney Houston – „I Will Always Love You“ (1992)

Als einer der größten Liebeslieder bekannt, handelt der Song auch tatsächlich von Liebe. Allerdings ist diese einseitig. Das Lied erzählt von einem tränenreichen Abschied, den die Ich-Erzählerin wohl nicht ganz so gut verkraftet.

Songtext

3. The Beatles – „Got to Get You Into My Life“ (1966)

Ein Liebeslied, ja. Es handelt von keiner Frau, die Paul McCartney – der Autor des Songs – kennengelernt hat. „Got to Get You Into My Life“ beschreibt die Liebe zu Marihuana und wurde geschrieben, als er das erste Mal mit dieser Droge in Berührung gekommen ist.

Songtext

4. The Police – „Every Breath You Take“ (1983)

Auf vielen Hochzeiten ist es zu hören, aber die Bedeutung des Textes ist eher unheimlich: das Thema Stalking wird hier verherrlicht. „Every breath you take / every step you make / I‘ll be watching you“? Besser nicht.

Songtext

5. Udo Jürgens – „Griechischer Wein“ (1974)

Dieser Song beschreibt nicht den letzten Griechenlandurlaub, sondern eher einen Abend im Ruhrpott. Ein griechischer Gastarbeiter hört in einer Taverne Musik, die „fremd und südländisch“ klingt. Er fühlt sich in seine Heimat zurückversetzt, fühlt „die Sehnsucht wieder“. Da ist es durchaus verständlich, dass er sich griechischen Wein wünscht.

Songtext

6. Bob Marley – „No Woman No Cry“ (1975)

„Keine Frau, keine Probleme“, so wird die Zeile oft übersetzt. Gemeint ist allerdings „Nein, Frau, weine nicht“, Bob Marley wollte die Nachbarin eines Freundes trösten, die nach einem Ehestreit weinend an ihm vorbeigerannt war.

Songtext

7. R.E.M. – „Losing My Religion“ (1991)

In diesem Lied geht es nicht um Leute, die vom Glauben abfallen, und auch sonst hat er nichts mit Religion zu tun. Der Titel ist nur eine Redewendung für „die Beherrschung verlieren“. Als Song für die Messe ist er wahrscheinlich also eher nicht geeignet.

Songtext

8. U2 – „One“ (1992)

Es gibt mehrere Interpretationen für diese Hit-Single. Ein Lied über einen Aidskranken, der von seinem Vater verstoßen wurde, eine Hymne auf die Wiedervereinigung (das Lied entstand in Deutschland) oder ein Song über die Schwierigkeiten, Beziehungen mit anderen aufrechtzuerhalten. Was es auf jeden Fall nicht ist: ein Liebeslied.

Songtext

9. Paul Simon – „Mother and Child Reunion“ (1972)

Vom Titel her könnte man meinen, dass das Lied von einem Treffen zwischen Mutter und Kind handelt. Scheint logisch, oder? Falsch. Der Songtitel ist der Name eines Gerichtes, den der Künstler beim Asia-Imbiss gesehen hat. Und der Text selbst wurde von seinem Hund inspiriert, der überfahren worden ist. Knapp vorbei.

Songtext

10. Bonnie Tyler – „Total Eclipse of the Heart“ (1983)

Dieser Song gilt als die Power-Ballade schlechthin. Doch es ist nicht nur ein Liebessong, sondern auch ein Vampir-Liebessong. Der Titel sollte sogar ursprünglich „Vampires in Love“ heißen. Denn in der Zeile „I don’t know what to do and I’m always in the dark“ tappt sie nicht nur sprichwörtlich im Dunkeln, Tageslicht bekommt Vampiren ja nicht so gut. Später wurde der Track auch in „Tanz der Vampire“ verwendet, passt also alles.

Songtext

11. Maroon 5 – „Harder to Breathe“ (2002)

Im Album „Songs for Jane“ geht es in vielen Liedern um Adam Levines Ex, mit der er eine schwierige Beziehung hatte. „Harder to Breathe“ richtet sich allerdings an das Plattenlabel, das auf die damals noch junge Band sehr viel Druck ausgeübt hat. Allerdings ist der Song sehr zweideutig gehalten, weshalb man meinen könnte, dass er auch auf die Beziehung bezogen war.

„What you are doing is screwing things up inside my head /
You should know better you never listened to a word I said “

Songtext

Kleiner Tipp am Ende: Mit diesen Songs läuft auf der Hochzeit übrigens nichts falsch 😉