Sagenhaftes Deutschland – Der Rattenfänger von Hameln

Hameln ist eine Stadt in Niedersachsen und liegt an der Weser. In der Innenstadt sieht man viele Abbildungen von Mäusen, Ratten und einem Mann mit Flöte – auf Wänden oder Pflastersteinen.

 

 

Macht man in Hameln eine Stadtführung, so wird man von einem netten Mann in buntem Gewand durch die Stadt geführt, um den Ursprüngen der sagenhaften Ereignisse auf die Spur zu gehen.

Es geht um die Sage des Rattenfängers. Die ersten Spuren der Sage führen zu einem Fenster der Marktkirche St. Nikolai, in dem das erste Bild zur Sage ab 1300 auftauchte.

Zu sehen waren, neben dem Rattenfänger, viele Farben und vor allem viele Kinder, doch heute existiert nur noch eine Nachahmung.

 

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Nach den Gebrüdern Grimm, die die Sage im Jahr 1812 in „Kinder- und Hausmärchen“ niederschrieben, lautet die Sage etwa so:

derrattenfaenger

Es ist das Jahr 1284, als die Stadt Hameln von einer fürchterlichen Rattenplage überfallen wird.

Sie trieben ihr Unwesen und nagten an allem, was in der Stadt abzunagen war. Eines Tages kam ein Mann nach Hameln, der versprach die Stadt von den Ratten zu befreien.

Weil er bunte Kleidung trug, nannte man ihn Bunting.

Nachdem eine Belohnung feststand, packte der Bunting eine kleine Flöte aus und spielte darauf eine wunderschöne Melodie. Aus allen Ecken und Nischen kamen Ratten und Mäuse gekrochen, die ihm folgten bis in den Fluss Weser, wo sie alle ertranken.

Als der Rattenfänger zur Stadt zurückkehrte wollte man ihn nicht mehr belohnen, und der Rattenfänger nahm dies hin.

Wochen später tauchte er in neuem Gewand wieder auf.

Er spielte erneut jene wunderschöne Melodie auf seiner Flöte, doch diesmal folgten ihm die Kinder der Stadt.

Jungen und Mädchen folgten ihn in Scharen und liefen mit ihm zu einem Berg, dem Koppenberg, an dem er mit ihnen für immer verschwand.

Nur ein Kindermädchen konnte den Auszug der Kinder beobachten und auch davon berichten.

Die Stadt war lange von Trauer geprägt.

Quelle: www.labbe.de

Es ist ein echter Krimi, der sich 1284 in der Stadt Hameln abspielte. Aufgrund der Ereignisse gibt es die Bungelosenstraße,  Bunge bedeutet Trommel, also Straße ohne Musik, in der es bis heute verboten ist, zu musizieren.

In dieser Straße sollen die 130 verschwundenen  Kinder das letzte mal gesehen worden sein, weshalb hier der Zeugenbericht des Kindermädchens in Form einer Balkeninschrift hoch über den Köpfen hängt.

In diesem wird die Zahl der 130 Kinder genannt, genau wie der Berg, namens Koppenberg.

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Man ist sich heute sicher, dass im Jahr 1284 etwas schreckliches in Hameln passierte  und die Kinder verschwanden, doch ob dahinter tatsächlich der Mysteriöse Rattenfänger mit seiner magischen Flöte steckte, bleibt in der Vergangenheit verborgen.