Die 5 hartnäckigsten Freibadmythen

Das schöne Wetter lockt uns wieder nach draußen, die Lust auf Sonnen wird größer, das Verlangen nach dem Sprung ins kühle Nass steigt. Ewig kann es nicht mehr dauern, bis wir das erste Mal ins Freibad gehen können und mit unseren Decken in der Wiese die Sonne genießen. Den Brotzeitkorb dabei, die Sonnencreme eingepackt und nichts steht uns mehr im Wege, oder?

Beim Thema Freibad gibt es immer wieder die skurrilsten Geschichten zu hören, die dem ein oder anderem auf die Laune schlagen könnten. Was davon wahr ist und was erzählt wird und nicht stimmt, wollen wir in den 5 hartnäckigsten Freibadmythen klären…..

Der Bauch kann bei einem Bachplatscher vom 10-Meter Turm aufplatzen….

Dieser Mythos verfestigt sich durch den Betonplatten-Versuch. Aus zehn Metern Höhe ins Wasser geworfen, kann diese doch tatsächlich knallhart zerschellen. Ziemlich beängstigend, wenn das mit der Bauchdecke genauso passiert…..

Dem ist aber nicht so, denn die menschliche Haut ist sehr widerstandsfähig und vor allem elastisch. Auch bei einem Aufprall ins Wasser aus 10 Metern Höhe kann sie nicht einfach platzen, folglich ist der Mythos falsch.

Ein Bauchplatscher aus dieser Höhe sollte trotzdem dringend vermieden werden, denn die inneren Organe sind bei weitem nicht so stabil wie die Haut. Innere Verletzungen, Prellungen, Stauchungen und sogar Rippenbrüche könnten die Folge sein.

>> Mythos falsch

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Mit genügend Körperfett, schwimmt man automatisch…

Es heißt ja bekanntlich, dass Fett immer oben schwimmt. Diese Aussage bezieht sich aber hauptsächlich auf Ölteppiche oder flüssiges Fett, jedoch nicht auf die Fettmasse im menschlichen Körper. Körperfett ist definitiv nicht leichter als Wasser. Was eher eine Rolle spielt sind die Mukkies.

Muskulöse Beine wiegen mehr als untrainierte, weshalb sie leichter sinken. Fett schwimmt also nicht oben, sondern Muskeln schwimmen unten.

Mit der richtigen Technik kann aber jeder an der Wasseroberfläche treiben, denn sie sorgt für den Auftrieb. Dazu braucht es eine Menge an Körperspannung und die richtige Gleichgewichtsverteilung, oder den Besuch am toten Meer.

>> Mythos falsch

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Pinkelt wirklich jeder fünfte ins Becken und kommt daher der Chlorgeruch ?

So viel vorweg, der Chlorgeruch kommt tatsächlich davon, dass Urin im Becken ist, denn normalerweise ist Chlor weitgehend geruchsneutral. Je mehr gepinkelt wird, desto mehr Chlor wird gebraucht. Auch die bekannten Schwimmbadaugen kommen nicht allein von der Chemikalie, sondern wiederum von der Mischung aus Chlor und Urin, die eine aggressive und augenreizende Verbindung ist.

Laut einigen Tests liegt der Uringehalt in Schwimmbädern im bundesweiten Durchschnitt bei ca. 1,1mg pro Liter Wasser. Das entspricht in etwa 100 Liter Urin pro Becken. In der Stunde pinkeln im Schnitt ca. 40 Menschen ins Becken, oder in etwa jeder fünfte Badegast.

>>> Mythos wahr

Schwimmen mit vollem Bauch bedenklich…

Muss der Körper etwas verdauen, bedeutet das Arbeit für den Organismus. Schwimmen ist natürlich auch Arbeit für den Körper, der deshalb doppelt belastet wird. Die Muskeln werden beansprucht, Leistung und Kondition vermindert. Dies kann zu Seitenstechen und hohem Puls führen.

Gerade schwächere oder ältere Menschen sollten also nicht unbedingt gleich ins Wasser springen, wenn sie eine dicke Mahlzeit verdrückt haben. Folgen können Kreislaufzusammenbruch oder Ertrinken sein.

Das gilt allerdings nur bei sehr deftigen und massigem Essen. Am besten einfach leichte Kost wie Obst oder Gemüse vor dem Schwimmen essen.

>> Mythos teilweise wahr

Schwanger durch Sperma im Schwimmbecken…

Solche Geschichten gibt es auch immer wieder und sie sind kaum zu glauben. Es soll ja auch Frauen geben die nicht wissen, wie das passieren konnte…..
Doch schaffen Spermien tatsächlich den Weg durch das gechlorte Wasser ans „Ziel“?

Grundsätzlich sind Spermien bis zu 48 Stunden überlebensfähig, aber auch im Wasser?
Tests haben gezeigt: Ihre Beweglichkeit und Konzentration nimmt innerhalb kürzester Zeit stark ab, denn die perfekten Schwimmer sind sie einfach nicht.

Spermien haben im Wasser also eine so kurze Überlebensdauer, dass eine Schwangerschaft nur mit sehr intensivem Körperkontakt möglich ist.

>>> Mythos falsch