Bußgeldfalle Frühling: Wann Sonnenbaden, Grillen und Co. teuer werden

Das erste Eis essen, endlich wieder Grillen, bis spät abends auf dem Balkon sitzen oder im Park liegen.

Der Frühling ist da und mit ihm alles, was man draußen machen kann. Aber Vorsicht: bei allem Enthusiasmus lauern auch vielerorts Bußgelder.

► Die ersten Sonnenstrahlen in vollen Zügen genießen und so schnell wie möglich braun werden – nahtlos! Nackt in die Sonne legen sollten Sie sich aber lieber nur im eigenen, möglichst nicht einsehbaren, Garten.

Im Park, am Badesee und im Freibad gilt es als Erregung öffentlichen Ärgernisses, wenn FRAU sich auszieht.

Wenn MANN blank zieht, kann das hingegen als exhibitionistische Handlung gewertet und mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden.

► Immerhin als Ordnungswidrigkeit gilt Urinieren in der Öffentlichkeit, Wildpinkeln. Wie hoch die Strafe ist, hängt von der zuständigen Kommune und dem „Tatort“ ab. Gegen eine Hauswand zu pinkeln ist in der Regel teurer als in eine Grünanlage.

In Berlin gehen die Bußgelder bei 20 Euro los, in Stuttgart bei 35 Euro, in Köln bei 50 Euro und in Schwerin bei 100 Euro. Am besten also nicht erwischen lassen oder eine Toilette aufsuchen.

► Auch der gemütliche Grillabend kann unter Umständen teuer enden. Wo Grillen erlaubt ist und wo nicht, regeln die Kommunen selbst.

Meist gibt es extra ausgewiesene Grillplätze. Wildgriller zahlen ein Bußgeld zwischen 25 und 120 Euro. Weitaus empfindlicher werden die Strafen, wenn im Sommer akute Wald- bzw. Flächenbrandgefahr besteht und die Kommune ausdrücklich darauf hingewiesen hat.

► Wer nach dem Essen und Trinken seinen Müll einfach liegen lässt und erwischt wird, darf ebenfalls blechen. Jedes Bundesland hat dafür einen eigenen Umwelt-Bußgeldkatalog.

Was „vergessene“ Pappteller und Bierflaschen wo kosten, können Sie hier nachlesen.

Müll

Müll von Robert Agthe auf flickr (CC BY 2.0)

► Ob zu laute Lagerfeuermusik oder schallendes Gelächter bei Nachbars Grillparty: Lärmbelästigung ist eine der häufigsten Ordnungswidrigkeiten in Deutschland. Gesetzlich festgelegt sind die Nachtruhe von 22 Uhr bis 6 Uhr, sowie Ruhezeiten an Sonn- und Feiertagen.

Rasenmähen an einem Sonntag ist zum Beispiel verboten. Hundegebell kann unter Umständen als Lärmbelästigung anerkannt werden, Kindergeschrei hingegen nicht. Wann eine Lärmbelästigung vorliegt, finden Sie hier.