Top 10 der gruseligsten und unheimlichsten Album Cover aller Zeiten


Es gibt Sie. Es gibt Sie wirklich und Sie sind da draußen! Ihre Gräber liegen meist in den hintersten Ecken, der mit Spinnweben eingedeckten Tiefen, deutscher Plattenregale (und CD-Tower natürlich). Alben die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und damit mein ich nicht DJ Bobos Vampire Gedöns. Es geht um schön schreckliche Albumcover. Unheimliche Bilder die nicht zwingend gruselige Musikstücke betiteln müssen.
Ich möchte hier keine bloße Aneinanderreihung von provokantem Schocker Bild Material abliefern, mit Comicbildern, Blut, etc… Also schon schön SCARY aber halt Albumcover jenseits des Heavy Metal lastigen Schock Mainstreams aufzählen, die vielleicht auch erst nach genauerem Betrachten wirken – bei mir zumindest haben sie es.
Hier eine total subjektive Top Ten der absolut gruseligsten und unheimlichsten Plattencover aller Zeiten

auf Platz 10:

FUNKADELIC

Maggot Brain

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Den Song muss man sich anhören… und nebenbei kann man ja weiterlesen 😉

In diesem Song katapultiert sich Eddie Hazel in die oberste Riege der Gitarristen. Der Legende nach hat sich Ober Funkster George Clinton während der Aufnahmen spontan dazu entschlossen Maggot Brain zu einer Art Gitarren-Solo für die Ewigkeit zu arrangieren.
Das Albumcover kann man also als eingegrabenes Funkadelic-Stück verstehen. Hat ja außer Eddie Hazel keiner mehr was gemacht, dann später im Verlauf des Songs. Soviel zum Blahblah… trotzdem voll spooky die eingegrabene Frau!

apropos: Ausgraben

auf Platz 9:

BLACK SABBATH

Born Again

Das Ozzy & Konsorten einen an der Klatsche haben, wissen wir. Und zu ihren Anfangszeiten waren die Jungs sogar noch viel Klatschiger unterwegs, wissen wir auch. Perfekte Provokation, die sich im Drogenrausch bis hin zum Fledermauskopf abbeißen erstreckte. Dieser Wahnsinn wird widergespiegelt auf den Albumcovern. Eigentlich könnte man die komplette Top10 hier aus alten Black Sabbath Plattencovern zusammensetzen; sozusagen Ozzy’s Große Ausgrabungsstätte gestalten… wär‘ aber langweilig gewesen.
Das Warholige Artwork zu Born Again setzt dort an, wo Rosemary’s Baby aufhört und ist besonders gruselig, weil in diesem Kontext „Kindliches“ sowieso immer Scheißunheimlich ist!

apropos: Die lieben Kleinen

auf Platz 8:

KORN

Korn

Ebenfalls mit dem Element Kind arbeiten Korn auf ihrem selbst betitelten Debütalbum. Der Horror entsteht dabei vor Allem in der Phantasie des Betrachters; wirkt dieses Cover vielleicht deshalb besonders gruselig? Das Schattenspiel erinnert etwas an einen Glatzköpfigen Struwwelpeter, oder?! Und der Struwwelpeter ist nun mal echt voll gruselig!

apropos: Phantasie durchgehen

auf Platz 7:

FRANK ZAPPA

Thing-Fish

Was geht denn da ab?! Es erinnert an ein Szenario aus diesen altertümlichen Jahrmarkt Freakshows, oder? Kommt auch gut hin: Thing-Fish ist ein typisches Frank Zappa Konzept-Album. Hintergrund des Albums waren Gerüchte, dass die US-Regierung Testpersonen absichtlich mit der Geschlechtskrankheit Syphilis infizieren wollte, um dadurch bessere Einblicke in den Krankheitsverlauf zu bekommen. Zappa geht auf Thing-Fish davon aus, dass die Massen-Syphilis-Infizierung eine Welle von Mutationen unter der Bevölkerung auslöst… Hier mehr zu dem Album.
Frank Zappa war, ist und bleibt halt einfach Chef im Freak-Ring. Und immer mit seinem höchst Politischen Linken Haken!!! Hier halt gemixt mit bißchen Halloween Selfmade-Monster Feeling

apropos: in Halloween Laune

auf Platz 6:

NECRO

Instrumental CD

Auch mal’ne Möglichkeit seine schnittigen Produktionen zu bewerben. Der New Yorker Necro gehört zu den Vertretern des sogenannten Death oder Gore Rap. Auf den Plattencovern dieser Richtung geht es ähnlich zu wie auf denen vergleichbarer Sub-Genres beispielsweise aus dem Rock-Bereich z.B. von Cannibal Corpse. Jedoch hat sich der Artwork-Macher mit diesem Meisterwerk selbst übertroffen. Prädikat: Achtung – Hingucken tut weh!


apropos: Gruselige Seite des Rap

auf Platz 5:

FLATLINERZ

U.S.A

Ebenfalls aus dem HipHop kommt diese illustre Truppe mit Horrorcore Rap-Texten. Dass das Kürzel U.S.A für „Under Satan’s Authority“ steht, verpasst dem Ganzen nochmal eine sozialkritische Ader. Man muss jedoch zugeben: Obwohl das Albumcover der Flatlinerz echt unheimlich ist, mufft es gewaltig nach Harry Potter meets Boyz In The Hood

apropos: Große Geschichten

auf Platz 4:

JETHRO TULL

Aqualung

Gut gezeichnet. Wirkt Antik. Und auf einen genaueren Blick auch echt gut getroffen, der Robert Plant – kleiner Scherz. Der Typ trägt natürlich die Züge vom Bandfrontmann Ian Anderson. Und ich kann mir nicht helfen aber das Aquarell des Malers Burton Silverman jagt mir einfach einen Scheiß Schauer ein, der ganz langsam über den Rücken abfließt…
Vielleicht weil ich als kleiner Junge von diesem Cover aus dem Plattenschrank meiner Eltern traumatisiert worden war? Vielleicht weil ich das ganze Jethro Tull auf einem Bein rumgeflöte sowieso irgendwie unheimlich finde?? Vielleicht weil ich immer bei Aldi einen Typen treffe, der genauso aussieht? Oder vielleicht weil ich immer noch nachtragend bin, dass Jethro Tull 1989 Metallica in der Kategorie Best Hard Rock den Grammy weggeschnappt haben? Ich mein dem Album Justice For All den Metal-Grammy wegschnappen??! Da kann was nicht mit irdischen Dingen zugehen!!!

Plattencover die selbst Chuck Norris erschrecken: Jetzt geht es ans Eingemachte! Die Top Plätze der absolut gruseligsten und unheimlichsten Albumcover. Und zum Thema „Eingemachtes“, wie heißt es so schön?! Bei Mutti schmeckt’s am besten, oder? Die Favoriten glänzen durch ihre Einfachheit, die einfach einen Schauder entfacht. Also nicht die Musik, die dahinter steckt. Musikalisch sind es allesamt -bis auf die Eine da- Top-Produktionen

Auf Platz 3:

APHEX TWIN

Come To Daddy

Die aus der elektronischen Musikecke können ebenfalls gruselige Albumcover machen, wie hier der irische Produzent Richard David James, besser bekannt unter dem Pseudonym Aphex Twin, besonders shocking darlegt. Sein Gesicht zu Grimassen verzerrt und in bester Ausschneiden-Einfügen Manier neu zusammengesetzt… das war’s.
Ein einfacher Photoshop Gag mit echt Angst einjagender Wirkung. Ein Handwerk welches viele verstehen. Jedoch ist Aphex Twin der David Copperfield unter den Gesichtszauberern. Das zieht der Typ mit dem Zwillingsnamen konsequent durch. Die meisten Plattencover, Pressefots und auch Videoclips basieren auf diesem Schock-Element. Wie beispielsweise der Kurzfilm-artige Clip zu „Windowlicker“ zeigt. Vielseitige Darstellung prägt ebenfalls seine Selbstpräsentation. Aphex Twin arbeitet auch unter den Pseudonymen: AFX, Caustic Window oder Polygon Window… zumindest sind diese bislang bekannt.

Auf Platz 2:

COUNTRY CHURCH

Nicht lachen! Es gibt solche Menschen wirklich. Und ich glaube genau diese Menschen kaufen dann Familien-Country vom Feinsten… Also nun mal ehrlich: In solchen Scheunen sterben Menschen. Also zumindest durch die Hollywood-Brille gesehen. Wer sich fragt hat wie der Familienstammbaum zu Freaks aus Filmen wie The Hills Have Eyes, etc. aussieht – hier isser!

Und unangefochten -SCARY- auf der Liste der absolut gruseligsten und unheimlichsten Albumcover aller Zeiten (meiner Meinung nach)…

Auf Platz 1:

URIAH HEEP

Very ‚eavy Very ‚umble

Also Alt & Verstaubt waren David Byron, Mick Box, Paul Newton, Alex Napier und Ken Hensley damals definitiv noch nicht. Dieser Spinner schreit uns von ihrem Debütalbum entgegen!
In den 70ern war es -gerade im Bereich Rock- modern mit Mystischem, an (Horror) Märchen erinnernden, Elementen zu spielen. Jedoch hat es meiner Meinung keiner mit so simplen Mitteln geschafft einen vergleichbaren Schauder-Effekt beim Anblick auszulösen…
Außerdem bin ich leicht Spinnen nicht mögend veranlagt. Jetzt auch schon wieder: Gänsehaut beim bloßen Anblick

Welche gruseligen Albumcover fehlen in dieser kleinen Liste? Lasst sie uns über die Disqus Funktion größer, länger, gruseliger machen… Wir sind gespannt auf eure Cover