Von wegen alles Techno – Eine Übersicht

Von wegen alles Techno – Eine Übersicht

Elektronische Musik wird meisten einfach als Electro, House oder Techno abgestempelt. Dabei sind diese drei Namen eigentlich nur Überbegriffe für viele unterschiedliche Stilrichtungen. Wir haben eine kleine Übersicht über die erfolgreichsten, elektronischen Genres in den Charts zusammengestellt.

Absolut HOT Elektro Übersicht

Deep House

Zu den aktuell erfolgreichsten Deep House-Produzenten zählen u.a. Robin Schulz, Felix Jaehn und Lost Frequencies. Allerdings gibt es diese Stilrichtung schon seit den 80er Jahren. Typische Merkmale für den klassischen Deep House sind: Eine Geschwindigkeit von 100 – 125 BPM, sehr Bass-lastig, viele Jazz-Elemente und wenig Gesang.

Ein Beispiel für einen typischen Deep House-Song:

Der Deep House von Robin Schulz und co. hat mit diesem Stil einiges gemeinsam. Allerdings gibt es auch ein paar grundlegende Unterschiede: Viel Gesang, Gitarren und tropische Stilelemente. Der größte Unterschied ist aber der kommerzielle Erfolg. Viele Deep House-Produzenten waren deshalb nicht sonderlich erfreut, in eine Schublade mit Robin Schulz gesteckt zu werden. Dadurch ist die inoffizielle Bezeichnung „Commercial Deep House“ entstanden.

 

Tropical House

Diese Stilrichtung hat viel mit Commercial Deep House gemeinsam. Allerdings ist sie noch langsamer und die Instrumente sind noch tropischer. Typische Instrumente sind u.a. Flöte, Steel Drums, Gitarre und Klavier. Zudem wird fast ausschließlich gesungen. Als Begründer dieser Stil-Richtung gilt der Australier Thomas Jack. Dieser distanziert sich aber nun von Tropical House, da ihn der Hype um dieses Genre nervt.

Weitere bekannte Tropical House-Produzenten sind z.B. Kygo, Sam Feldt und Matoma.

 

Big Room

Ohne diese Stilrichtung wären Festivals wie Tomorrowland oder das Ultra Music Festival unvorstellbar. Typische Elemente sind: Eine kräftige Bassdrum und einfache Melodien, die meistens von einem „Plop“-Sound gespielt werden. Zu den bekanntesten Vertretern zählen Showtek, W&W und Hardwell.

Als erster Big Room-Song überhaupt gilt „Epic“ von Sandro Silva & Quninto.

 

Melbourne Bounce

In den Charts ist dieses Genre eher seltener zu finden. Dafür ist es in den Clubs extrem angesagt. Grund dafür ist vor allem die kräftige Bassline, die sofort zum Tanzen oder Kopfnicken animiert. Typische Vertreter sind u.a. VINAI, Deorro und Bombs Away.

Der erste Melbourne Bounce-Song wurde durch den Remix von Deorro schnell bekannt und auch der Namensgeber für diese Stilrichtung.

 

Techno

Das Wort „Techno“ wird gerne als Überbegriff für alles Elektronische verwendet. Eigentlich ist Techno selbst eine eigene Musikrichtung. Seine Blütezeit hatte Techno in den 90er-Jahren. Von dieser schnellen Musikrichtung ist heute nichts mehr in Charts zu finden.

Über die Jahre hat sich dieses Genre weiterentwickelt und es sind immer wieder neue Stile daraus hervorgegangen. Bestimmte Merkmale sind dem Techno aber geblieben: Düstere Stimmung, einfacher Aufbau und sehr monoton.

1994 wurde in der Sendung von Arabella Kiesbauer über das Thema „Techno“ diskutiert. Die Moderatorin versuchte das „Phänomen Techno“ zu verstehen, stellte sich dabei aber etwas ungeschickt an. Die Techno-Szene reagierte darauf mit der Single „Wendy Milan vs B.C. Kid ‎– TV-Madness / Das Gehämmer“. Hier wurden die Aussagen von Arabella Kiesbauer verwendet und sozusagen „getrollt“.