WhatsApp vs. Telegram & Threema: Die Messenger im Vergleich

WhatsApp auf dem Smartphone
Viele WhatsApp-Nutzer wandern ab zu anderen Messenger-Diensten.

Eigentlich hätten in drei Wochen, am 8. Februar die neuen Nutzungsbedingungen von WhatsApp in Kraft treten sollen – nachdem aber in den vergangenen Tagen mehr als 25 Millionen User zum Konkurrenten Telegram abgewandert sind, verschiebt WhatsApp das jetzt auf den 15. Mai.

Das Verrückte an der ganzen Sache ist jedoch: Die geänderten Nutzungsbedingungen gelten gar nicht für Deutschland, sondern nur für die USA. Bei der Anzeige, die deutsche WhatsApp-Nutzer im Moment angezeigt bekommen, handelt es sich um einen technischen Fail. Da hat wohl einer auf den falschen Knopf gedrückt. Durch das Bestätigen der geänderten Nutzungsbedingungen ändert sich für die deutschen Privatnutzer nichts.

Nur, wenn man WhatsApp benutzt, um mit einem Unternehmen in Kontakt zu treten, zum Beispiel aus Marketing-Gründen, darf WhatsApp die Kontaktdaten mit Facebook teilen. Deswegen jetzt zum Messenger Dienst Telegram abzuwandern ist aber aus Datenschutzsicht keine schlaue Idee- denn Telegramm ist kein bisschen transparenter.

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Was kann Telegram?

  • Im Grunde ist Telegram ein Messenger Dienst wie WhatsApp auch – ihr holt euch die App, gebt eure Telefonnummer und euren Namen an und entscheidet dann, ob Telegram auf eure Kontakte zugreifen darf – wenn ja – könnt ihr sehen wer die App auch nutzt und dann Nachrichten, Sprachnachrichten und Videos schicken. 
  • Der größte Unterschied ist aber, dass man bei Telegram eigene Kanäle erstellen kann. Um einem Kanal zu folgen, braucht ihr keine Telefonnummer von demjenigen, das geht quasi anonym.
  • Ursprung: Programmiert wurde Telegram in Russland und ist dann in Dubai weiter entwickelt worden

Die Nachteile sind folgende:

  • Speicherung aller persönlichen Daten, Nachrichten und Chatverläufen
  • keine End-zu-End-Verschlüsselung bei Nachrichten und Chatverläufen
  • keine Transparenz: Was geschieht mit den gespeicherten Daten?
  • Die Anonymität nutzen eben auch Menschen wie Verschwörungstheoretiker, um ihre Thesen unreflektiert an ihre Follower zu verbreiten

Was sind die Alternativen?

Es gibt alternative Messenger-Dienste zu WhatsApp und Telegram: Threema und Signal erleben gerade bei den deutschen Usern Zulauf. Hinter Threema steckt ein Schweizer Unternehmen, dass die komplette Kommunikation zwischen den Nutzern von Anfang bis Ende verschlüsselt. Inbegriffen sind auch Telefonate und Videocalls. Damit wird ausgeschlossen, das unbefugte Dritte mitlesen oder mithören.

Durch die Nutzer-Abwanderung von WhatsApp profitiert auch Signal. Mehr als 50 Millionen Mal wurde die App bereits im Google-Playstore heruntergeladen. US-Whistleblower Edward Snowden hält ebenfalls viel von dem Messenger-Dienst. Auf Twitter schreibt er hierzu:

„Die Entscheidung von Whatsapp, seine Nutzer an Facebook zu verkaufen, hat zu der wahrscheinlich größten digitalen Migration zu einem sichereren Messenger geführt, die wir je gesehen haben“

Zwar sind Threema und Signal noch kostenpflichtig und noch nicht so verbreitet wie WhatsApp und Telegram, aber aus Datenschutz-Perspektive die deutlich bessere Wahl.

5 Tipps für den ausgedienten Weihnachtsbaum

Der alte Tannenbaum kann noch gebraucht werden. Foto: Pixabay

Weihnachten und Silvester sind vorbei: Der Tannenbaum muss jetzt endlich raus. Doch für den Müll ist er viel zu schade. Hier kommen die fünf besten Tipps was mit dem Weihnachtsbaum jetzt noch machen kann.

1. Laichhilfe für Fische

Angelsportvereine nehmen ausgediente Bäume gerne, um sie als Laichhilfen für Fische zu verwenden. Dafür werden die Weihnachtsbäume mit Beton beschwert und im Wasser versenkt. Im so entstanden Unterwasserwald finden die Fische dann geschützte Plätze für ihre Eier.

2. Spenden

Viele Zoos und Tierparks nehmen alte Tannenbaum gern als Futter und Spielzeug für ihre Tiere. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Baum aus Bio-Anbau stammt und gründlich vom Schmuck (z.B. Lametta etc.) befreit wurde.

3. Tinktur und Öl zum Einreiben

Mit Fichten – oder Kiefernnadeln lässt sich auch Kosemtik herstellen zum Beispiel eine Tinktur gegen Muskelkater. Dafür müssen die Nadeln in mindestens 40%igen Alkhol eingelegt werden.

Es gibt viele Rezepte für Baumnadel. Foto: Pixabay

4. Gegen Erkältung: Badezusatz, Tee und Hustensirup

Der ausgediente Weihnachtsbaum hilft auch hervorragend bei nervigen Winter-Erkältungen.

Badezusatz: Für ein Vollbad benötigt man 100g Baumnadeln. Einfach auskochen und den abgesiebten Sud ins Badewassser geben.

Tee-Rezept:

Zutaten:

  • 2 TL getrocknete Tannennadeln
  • kochendes Wasser

Zubereitung: Die Nadeln klein schneiden, im Mörser leicht zerdrücken, in einer Tasse aufbrühen und ungefähr zwei Minuten ziehen lassen, abseihen – fertig.

Hustensirup-Rezept

Die Baumnadeln in einem Topf knapp mit Wasser bedecken und zum Kochen bringen. Dann 20 Minuten auf niedrigerer Temperatur köcheln lassen und anschließend absieben.

5. Tannenbaumgelee

Der Weihnachtbaum schmeckt auch auf dem Frückstückbrötchen. Für ein Glas Tannenbaumgelee benötigt man:

  • 4 Hände voll Tannennadeln (Fichte oder Kiefer),
  • 1 Liter Wasser
  • Saft von einer Zitrone
  • 1 Kg Gelierzucker

Die Nadelbaumspitzen abspülen und aufkochen. Anschließend 5 Minuten köcheln lassen und absieben. Das Gelee nach Anweisung mit Gelierzucker kochen und heiß abfüllen.