Endlich andere Musik.
  • Martin bloggt: Männer und Toiletten

    19. November in Deutschland, wir feiern den internationalen Männertag sowie den Welttoilettentag. 

    Jaja, liebe Damen, zu dieser Analogie fallen euch bestimmt tolle Scherze ein! Ich darf zwei davon vorwegnehmen, um dieses Kapitel ein für alle Mal abzuschließen:

     

    Was haben Männer und Toiletten gemeinsam?
    Sie sind entweder besetzt oder beschissen.

     

    Haha…
    Oder dieser:

     

    Was ist der Unterschied zwischen einer Toilette und einer Klitoris?
    Die Toilette finden Männer. 

     

    Ruhe, bitte!

    Neinneinnein, davon lassen wir Männer uns natürlich nicht beirren.
    Die Toilette, das Klo, der Lokus, er ist die letzte Bastion des Mannes, das geflieste Asyl, wenn Mann so will. Nun gut, das gleiche habe ich auch vom Weltmännertag gesagt, aber da ging es ja bekanntlich um einen Feiertag und kein (stillen) Ort.


    Friedlicher Eskapismus

    Während überall sonst auf der Welt das weibliche Geschlecht Raum und Zeit in allen Dimensionen und Parallel-Universen an sich reißt und bis zur Unkenntlichkeit verniedlicht, kann man auf der Toilette noch Mann sein.
    Wir verstecken, verbergen, verschanzen uns mit der neuesten Ausgabe des Kickers, dem Smartphone oder ein oder mehreren tragbaren Spielekonsolen an einem kalt-gefliesten Ort von minimal gehaltener Größe .
    Denn, ja, wir haben Angst. Angst zu verlieren, und zwar nicht das Championsleague-Finale – nein – unsere Ruhe.

     

    Semantik

    Auch die Bedeutung des Begriffes „Toilette“ verdeutlicht unterschwellig den männlichen Eskapismus:
    • Stilles (!!) Örtchen
    • Der Lokus (aus dem Lateinischen locus neccessitatis = Ort der NotDurft(!))
    • Privé (Frz.: privat, vertraulich)
    • Retirare (lat.-ital.-franz. „Ort des Rückzugs“) 
    • Früher auch: Heimlichkeit
    All diese Benennungen verdeutlichen den Wunsch nach Alleinsein, und man muss vermuten, dass jeder dieser Begriffe von einem männlichen Kopf erdacht wurde.


    Ein Ort der Besinnung:

    Wenn der Mensch zur Ruhe gekommen ist, dann wirkt er 
    (Francesco Petrarca)
    Und so ist es nicht verwunderlich, dass auf der Toilette schon wahre Meisterwerke vollbracht wurden. Zum Beispiel soll Martin Luther Verstopfung gelitten haben und verbrachte mehrere Stunden auf der Toilette.
    Angeblich soll ihm dort die Idee zur Reformation gekommen sein.
     
    Und ebenfalls verständlich ist es, dass der durchschnittliche Mann 3 Jahre seines Lebens auf der Toilette verbringt!

     

    Die wahre Bedeutung:

    Eigentlich ist das Thema nicht ganz so locker, denn über 40% der Weltbevölkerung fehlen hygienische Sanitäreinrichtungen, der Internationale Männertag spricht sich gar gegen Benachteiligungen gegen Männer und Jungen aus.


    Die Lösung

    Dafür kann es nur eine Lösung geben, mehr Toiletten für mehr Menschen, für mehr Hygiene.
    Der positive Nebeneffekt für uns Männer: Mehr Fluchtmöglichkeiten, vor den Frauen, die wir manchmal meiden, aber insgeheim doch alle furchtbar lieben…


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