Endlich andere Musik.
  • Martin bloggt: Gute alte Schnitzeljagd vs. Geocaching

    Was waren das noch für gute alte Zeiten?

    Als ich noch klein (besser: jung) war, hat es natürlich auch schon glückliche Stunden vor dem Fernseher gegeben. Aber bei schönem Wetter waren wir Kinder – ob von den Eltern dazu gezwungen oder nicht – natürlich draußen in der Natur!
    Egal ob auf dem Fußballplatz, dem örtlichen Skatepark, dem Basketballplatz, auf Fahrradtour, beim Lager- oder Baumhaus-Bau, beim Räuber und Gendarme spielen, dem selbst gezeichneten Völkerballfeld auf der Straße, im Freibad, auf Bäumen kletternd oder den Garten umgrabend.

    Googlelos glücklich

    Der Suche nach den Geheimnissen des Lebens war Google und SEO noch (fast) völlig unbekannt, denn die Schätze der Kindheit haben wir unter der Erde, im Dschungel des Naturschutzgebietes, mit Hund Höhlen durchforstend oder in verlassenen Häusern erforscht.
    Genau in diese Art Kindheitserinnerung fällt auch die gute alte Schnitzeljagd! Kleine, mehr oder weniger komplex durchdachte, Rätsel die zum nächsten Hinweis führen, haben das Gefühl verliehen Indiana Jones persönlich zu sein! Der letztendliche Schatz war dann meist eine Mini-Truhe voller Süßigkeiten und Spielzeug, und damit alles was man als Kind gebraucht hat!

    Source: google.com via Kelly on Pinterest



    Kiddies Today

    Heutige Kinder werden ja gerne als unbeweglich-dickliche Online-Rollplaying-Opfer charakterisiert, deren Erfüllung ausschließlich im nächsten Level (und damit ist nicht die Pubertät gemeint) zu verstehen ist. Ohne Aussicht auf Tageslicht verbringen sie ihre finsteren Tage vor einer Vielzahl verschiedener Bildschirme, während sie via Smartphone in sozialen Netzwerken ihre sozial inkompetenten Shitstorms verfassen. Dennoch erreichen sie relativ früh ein imposantes Alkohol-Problem um später noch vor Beendigung des qualifizierten Hauptschulabschlusses unerwünschten Nachwuchs zu zeugen.

    Source: Uploaded by user via Jessica on Pinterest



    Moderne Technik + Natur 

    Erst letztes Jahr habe ich diese sagenumwobene Spezies zufällig in einer Eisdiele getroffen und für eine Dokumentation über Glück die wir gerade drehten (mit Erlaubnis der begleitenden Eltern) gefragt, was sie denn besonders glücklich macht. Weder Pokemon noch Computerspiele waren die Antwort sondern Geocaching! Mit den Fahrrädern waren sie auf der Suche nach kleinen versteckten Schätzen, die man über GPS auf dem Handy oder analog per Landkarte orten kann. Auf verschiedenen Webseiten wie http://www.geocaching.com  oderhttp://www.opencaching.de findet man die Koordinaten der unzähligen kleinen Behältnisse.
    Am 3. Mai 2000 hat Dave Ulmer den ersten sogenannten „Cache“ in der Nähe von Portland vergraben und die Koordinaten online veröffentlicht.
    Mittlerweile gibt es weltweit etwa 2.000.000 aktive Geocache Schätze in Bäumen, unter der Erde, auf Denkmälern oder im Gras zu finden. Alleine in Deutschland sind es ca. 280.000, ländlich wie urban, für jung wie alt.
    Geocaching ist meiner Meinung nach ein gelungenes Beispiel wie man Technik und Natur verbinden kann. Ein Abenteuer, das ich als Kind geliebt hätte und auch Erwachsenen ans Herz legen kann. Oder wie meine Mutter sagen würde:
    Schau, dass du raus kommst!!! 🙂
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