Endlich andere Musik.
  • Das Internet brennt: KONY 2012 – das bisher meistgeklickte Video

    Was hat es mit dem „KONY 2012“ Video auf sich und was macht „Invisible Children“ ?

    Vor allem dient das meistgeklickte Video des Jahres dazu, auf die schrecklichen Umstände, in dem Gebiet in dem Kony sein Unwesen treibt, aufmerksam zu machen. Außerdem soll, durch die Bekanntheit der Missstände, der Druck auf die Politik erhöht werden, den Rebellenführer noch in diesem Jahr zu fassen.

    Dazu sammelt die Wohltätigkeitsorganisation „Invisible Children“ Spenden und hofft auf eine weite Verbreitung ihres Videos. Mit Rihanna, Opra Winfrey, P Diddy, George Clooney, Lady Gaga oder Beyoncé, etc. wird die Liste der Unterstützer immer länger.

    Wer ist Kony ?

    Joseph Kony wird unter anderem als der Schlächter von Uganda bezeichnet. Der 49 jährige Anführer der Lord´s Resistance Army“ – kurz L.R.A. – terrorisiert seit mehr als 25 Jahren die Zivilbevölkerung – in Uganda, dem Sudan, in Zentralafrika und dem Kongo.

    Unter anderem sei er für vorsätzliche Tötung, Vergewaltigungen und Angriffe auf die Zivilbevölkerung verantwortlich. Die Zahl der durch ihn verschleppten Kinder wird auf 30.000 bis 60.000 geschätzt. Bisher konnte er allerdings noch nicht gefasst werden.

    Seine Taten begründet er religiös. Seine Anhänger sehen ihn als eine Art Messias heißt es auf spiegel.de

    Kritik wird laut

    Mit Kritik müssen die meisten Hilfsorganisationen kämpfen, so auch Invisible Children. Laut zeit-online habe die Organisation im vergangenen Jahr etwa ein Drittel der Spendengelder in die Aufbauhilfe in Uganda investiert. Was übrig blieb ging an Filmproduktion, Reisekosten, Lobbyarbeit und Organisation.

    Mittlerweile spielt Invisible Children allerdings mit offenen Karten und veröffentlichte die Verteilung der Gelder. Auch der Vorwurf, dass Spendengelder der Armee Ugandas und der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee zu Gute kamen, wurde entschieden zurück gewiesen.

    Die Situation in Afrika sei allerdings viel komplizierter und verstrickter, als sie in KONY 2012 dargestellt werde und könne alleine durch die Verhaftung des „göttlichen Führers“ kaum grundlegend verändert werden, heißt es weiter von Kritikerseiten.

    „Wer nun meint, dass man mit Gewalt einen Mann niederstrecken kann, der eine Kinder-Armee um sich scharrt, der nimmt bewusst in Kauf, dass bei solchen Versuchen viele weitere Kinder sterben würden.“, heißt es in einem Beitrag auf spreeblick.com. Deshalb werde – bisher Erfolglos – an anderen Lösungsmöglichkeiten gearbeitet.

    Kritik an der Kritik und offene Fragen


    Sollte man wirklich ein Video so sehr kritisieren, das auf solch extreme Missstände auf der Welt aufmerksam macht? Sind von der Welt und der UN nicht andere oder härtere Maßnahmen gefragt, um dagegen vorzugehen?

    Patrick Mayr
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