Endlich andere Musik.
  • Studio 54 – das moderne Gomorrah

    Eine Ära

    New York, Ende der 70er: Der Feminismus strebt auf, die Disco-Ära steckt in den Kinderschuhen, der Vietnam-Krieg ist vorbei, die Amerikaner haben den Watergate-Skandal hinter sich und Aids ist noch unbekannt.

    Die Menschen sind politikverdrossen, konsumieren Drogen, sind sexuell sehr liberal eingestellt und suchen in dieser freiliebigen Zeit nach Ablenkung, Spaß und Zerstreuung.

    Am 26. April 1977 wird die Hochburg dieses Lebensgefühls in New York eingeweiht: Das Studio 54 öffnet seine Tore.

    Steve Rubell und Ian Schrager hatten verstanden, worauf es den Leuten ankam und einen Discotempel gegründet, der seines Gleichen sucht.

    Source: Uploaded by user via Monica on Pinterest

    Zuvor im Gebäude war ein TV-Studio der CBS, das als 52. Studio des Senders von den Mitarbeitern einfach „Studio 52“ getauft wurde. In Anlehnung an dieses Studio und wegen der Lage in der 54. westlichen Straße von New York war der Name schnell gefunden, dessen Logo man auch heute noch auf vielen Studio 54 Parties vorfindet.

    Das Motto des Clubs war klar: Sex, Drogen, Disco, Prominenz und hemmunglos Party bis in die frühen Morgenstunden. Wer kein Star war musste sich an das Motto der Eintrittskarten halten um dabei zu sein: „Dress spectacular!“

    Source: superseventies.tumblr.com via Kyriaki on Pinterest

    Glitzernd und glänzend wurde das „54“ schnell zum bekanntesten Club in New York, Amerika, später der Welt. Rubell sagte nach dem ersten Jahr, in dem das Studio 7 Millionen US-Dollar Gewinn eingefahren hatte: „Only the Mafia made more money!“

    Prominente Gäste waren neben vielen anderen Liz Taylor, Mick und Biance Jagger, Arnold Schwarzenegger, Andy Warhol, Calvin Klein, Madonna, KISS und Diana Ross.

    Source: liveauctioneers.com via Dodai on Pinterest

    Das Ende

    Später sollte den Betreibern eben jenes Geld zum Verhängnis werden: Wegen Steuerhinterziehung wurden sie im Dezember 1979 zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt und das Studio 54 schloss nur zweieinhalb Jahre nach Eröffnung wieder. 1981 öffnete es erneut, 5 Jahre später jedoch das endgültige Aus des Clubs.

    Legendär

    Das 54 hat einen Einfluss auf die Party-Welt, der bis dato unübertroffen ist. Kein Wunder, dass auch heute noch in Clubs weltweit regelmäßig „Studio 54 Parties“ gefeiert werden, die die 70er Jahre erneut hochleben lassen. Eine hedonistische Zeit, in die sich manch einer gerne zurückwünschen würde. Wer die Zeitmaschine anwirft sollte aber vorbreitet sein: Dress spectacular!!! 🙂

    Martin Glashauser - Redaktion
    Über Martin Glashauser - Redaktion (170 Artikel)
    .

    Kommentar hinterlassen

    E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


    *