Endlich andere Musik.
  • Niedersachsen führt den Hundeführerschein ein!

    Niedersachsen macht Ernst

    Seit dem 1. Juli 2013 muss jedes Herrchen oder Frauchen, das sich seinen ersten Vierbeiner zulegt zeigen, dass es auch dazu im Stande ist.
    Damit sollen nicht nur Hunde-Biss-Vorfälle vermieden werden sondern auch ein gezieltes Bewusstsein und Verständnis für des Menschen besten Freund geschaffen werden.

    Hunderassisten raus 

    Die neue Regelung macht auch Schluss mit Hunderassismus: Denn im Gegensatz zu anderen Bundesländern hängt die Prüfungspflicht nicht von potenziell riskanten Hunderassen („Listenhunden“) ab.
    Die Verantwortung liegt jetzt einzig und alleine beim Zweibeiner.

    Die Prüfung

    Im Theorie-Test müssen Leinen-Liebhaber 35 Multiple-Choice Fragen aus den Bereichen Ausbildung, Erziehung, Pflege und Recht beantworten. Dabei muss die Prüfungsangst nicht allzu groß sein: Der etwa 14€ teure Test kann beliebig oft wiederholt werden.
    Haariger wird es schon in der praktischen Prüfung: Ein Jahr nach Anschaffung des Haustieres müssen praktische Alltagssituationen gemeistert werden, für stolze 200€.
    Wer seinen Hund nicht anmeldet muss mit einer Strafe bis zu 10.000 Euro rechnen, der Führerschein ist mit der Meldung obligatorisch.

    Source: google.com via Johanna on Pinterest

    Der Effekt

    Eine einfache, einheitliche Prüfung hat viele Vorteile:
    Einer der wichtigsten Punkte ist wohl, dass Hunde nicht mehr leichtsinnig als schnelles Geschenk in Frage kommen. Dadurch gibt es weniger ungewollte Herrchen und Frauchen und folglich weniger Aussetzungen, Unterversorgungen, Tötungen.
    Aber auch ein juristischer Aspekt ist sehr nützlich: Der geprüfte Hundehalter ist fortan für seinen Vierbeiner verantwortlich und kann gegebenenfalls auch zur Rechenschaft gezogen werden.
    Durch die hohen Kosten der Anschaffung werden die finanziellen Dimensionen, die man bei den Tieren leicht unterschätzt deutlich – ein Zwang nochmal nachzudenken.
    Hundeführerschein bald in ganz Deutschland?
    In der Schweiz gibt ihn schon, seit 2010 sogar schon vor der Anschaffung der Hundes.
    Angeblich soll auch in Schleswig-Holstein ein Gesetzesentwurf der FDP in den Landtag eingebracht werden. Andere Länder könnten folgen.

    Negative Aspekte

    Hundeliebhaber müssen neben Hundesteuer und Haltungskosten jetzt noch tiefer in die Tasche greifen. Finanziell schwächer Gestellte schreckt der Führerschein wohl ab und vielleicht findet man den ein oder anderen Vierbeiner weiniger in den Gärten Niedersachsens.

    Eure Meinung

    Sollte der Hundeführerschein in ganz Deutschland eingeführt werden oder bedeutet er einfach zu viel bürokratischen Aufwand?
    Vergeht der Spaß am Hund durch zu Hohe Kosten oder ist endlich mal Schluss mit unqualifizierten Hundehaltern?
    Reicht der Hundeführerschein in der Form überhaupt aus?
    Wenn es den Schein für den Hund gibt, ist eine Prüfung für werdende Eltern vielleicht auch denkbar?
    Eure Meinung ist uns wichtig, diskutiert mit in der disqus-Funktion am Seitenende!
    Eure Hundefreunde von Absolut Radio 🙂
    Martin Glashauser - Redaktion
    Über Martin Glashauser - Redaktion (170 Artikel)
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