Endlich andere Musik.
  • Spektakuläre Auktionen

    spektakuläre auktionen

    Auction Close up von C Slack auf flickr CC BY

    Tränentreibende Summen an Geld fließen bei Auktionen für Dinge, an denen äußerlich gar nichts so besonders scheint. Allerdings handelt es sich hierbei meist um begehrte Sammlerstücke – erkannt und geschätzt nur von echten Kennern… „Leuten vom Fach“. Der Wert dieser (Einzel-)Stücke wird an Rarität, historischer Bedeutung, Popularität und Erhaltungsgrad gemessen. Andererseits scheinen Auktionen manchmal auch lediglich nur dazu zu dienen, den viel-zu-Reichen die Langeweile zu nehmen…

    In dieser Auflistung werden einige Meilensteine der jüngeren Auktionsgeschichte vorgestellt.

    Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters. Somit muss dieses Gemälde dem (unbekannten) Käufer wohl die Reinform der visuellen Schönheit offenbart haben; denn er blättert unglaubliche 140 Millionen Dollar für „Nr 5. 1948“, von Paul Jackson Pollock, hin.
    Sehen sie selbst…was würde sie dafür ausgeben?

     

    Er bricht alle Rekorde: Der „Princie Diamond“ mit fast 35 Karat ist der teuerste Diamant, der je bei einer Auktion ersteigert wurde. Mechanisch, chemisch und optisch stellt er bekannte Maßstäbe dieser Eigenschaften, für Diamanten, in den Schatten. 40 Millionen Dollar war einem unbekannten Bieter der rosafarbene Klunker aus einer Mine in Südindien wert.

     

    Der „Schrank“ (oder: Badminton Cabinet) aus dem 18. Jahrhundert aus Ebenholz mit violettem Quarz, Achatgrüntönen, Lapislazuli-Elementen und anderen wertvollen Edelsteinen findet für 36 Million Dollar im Jahr 2004 einen Abnehmer. Das Unikat bricht den bisherigen Rekord ($16,6 Mio) für ein Möbelstück – ebenfalls selbst aufgestellt… in 1990.
    Der Käufer Prinz Hans Adam II von Liechtenstein spendet es dem Liechtenstein Museum in Österreich.

     

    Bei dem Namen Stradivari dürfte es nicht nur bei Musikern klingeln… Der Enkel eines Lehrlings des italienischen Geigenbaumeisters fertigte dieses Exemplar vor rund 250 Jahren an. Einem russischen Anwalt ist dieses Prachtstück in 2007 dicke 3,9 Millionen Dollar wert.
    Das Instrument wurde darauffolgend, bei einem Privatkonzert in Moskau, das erste Mal seit 70 Jahren wieder benutzt.

     

    Zur Rechten Zeit am Rechten Ort…
    Im April 2008 händigt John Lennon (ja, der John Lennon) einem Mann namens Gail Renard ein Blatt Papier, auf dem der handgeschrieben der Text von „Give Peace A Chance“, der Beatles, steht. Er sagt „eines Tages wird das Ding viel Wert sein“… da hatte der gute John allerdings Recht. Renard verdient bei der Versteigerung 790.000 Dollar.

     

    Leonardo da Vinci – Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph. Seine Werke und Überlegungen beeinflussen den Verlauf der modernen Menschheitsgeschichte immens. Sigmund Freud über ihn: „Er glich einem Menschen, der in der Finsternis zu früh erwacht war, während die anderen noch alle schliefen.“
    Da Vinci führte Tagebücher in denen er seine Gedanken festhielt, auch bekannt als „Die da Vinci Kodexe“. Eines dieser Bücher, den „Codex Leicester“ aus dem Jahr 1717 , ersteigerte Bill Gates 1994 für ca. 31 Millionen Dollar. Gates ließ es einscannen und kopieren um der Welt daran teilhaben zu  lassen; das Original ist sicher verstaut unter seinem Kopfkissen.

    Source: time.com via Tim on Pinterest

     

    Folgende Geschichte ist sehr beeindruckend und dürfte gleichzeitig auch einige Ideen anregen…
    Ein amerikanisches Ehepaar geht im Sommer 2007 auf einen Flohmarkt in ihrer Nachbarschaft und kauft ein kleines Porzellanschüsselchen (12cm Druchmesser), für magere drei Dollar. Staubig und vergessen bringen sie das erworbene Stück Jahre später zum einen Wertschätzer. Dieser teilt ihnen die Schock-des-Lebens-Nachricht mit: einen sechsstelligen Sammlerwert trägt diese Schale aus der Chinesischen Song-Dynastie (960 – 1279)!
    Bei der Versteigerung bekommen sie sogar über 2 Millionen Dollar dafür; siebenstellig!
    Glück muss man haben…

    Source: nypost.com via Martha on Pinterest

     

    Die teuerste Auktion aller Zeiten verläuft – ironischerweise – über das vergleichsweise unsicherste Medium: Internet (eBay).
    In 2006 zahlt der russische Öl-Milliardär Roman Abramovich eine bahnbrechende Rekordsumme von 168 Millionen Dollar(!)…für die sogenannte „Gigayacht“, mit mehreren VIP-Suiten, Gästezimmern, einem Büroareal, Kino, Fitnessstudio und dem „muss“: einer Hubschraubergarage.

     

    Source: gizmag.com via Roberto on Pinterest

     

    … da frägt man sich wofür wir eigentlich arbeiten.

    Ein 80-Jähriger verkauft seinen Körper. Äh… Wie Bitte?
    Ganz richtig. Der Aktienmogul Warren Buffet (viertreichster Mann der Welt) schenkt dem höchst Bietenden ein paar Stunden seiner kostbaren, sehr teuren Zeit.
    Aber nicht „dafür“…sondern um mit ihm zu Mittag zu Essen, im renommierten New Yorker Steakhouse Smith & Wollensky.
    Das Geld, 3,5 Millionen Dollar, geht an die Glide Foundation für sozial Schwache.

     

     

    Christopher Jenkins folgen:

    Kommentar hinterlassen

    E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


    *