Endlich andere Musik.
  • Protest Musik: Vom Kalten Krieg bis zum Arabischen Frühling – Melodien für Veränderung

    Entwicklung bedarf Veränderung. Veränderung bedarf Initiative, oftmals Revolution.

    Für Historiker stellt er einen Einschnitt der Weltgeschichte dar: Der Arabische Frühling oder auch Arabellion genannt. Ende 2010 beginnen die Proteste in Tunesien. Menschen gehen zu abertausenden auf die Straße um ihrem Unmut gegenüber dem System öffentlich Luft zu machen. Schnell greift diese Entwicklung auf andere Länder Nordafrikas und des Nahen Osten über – Ägypten, Algerien, Saudi Arabien, Libyen, Marokko, Jemen, Oman, Syrien… Überall verabreden sich die Menschen(massen) -oftmals über Soziale Netzwerke- zu Demonstrationen, die zu Massen-Demonstrationen anwachsen und manchmal sogar ganze Regime in die Knie zwingen.

    Das letzte Mal als eine Revolutionswelle über mehrere Länder schwappte, war der Ausgangspunkt Deutschland gewesen. Genauer gesagt die DDR.

    1953 gehen die DDR Bürger auf die Straßen, um sich gegen eine „Sowjetisierung“ aufzulehnen – dieser Tag soll als „Der Aufstand des 17. Juni“ in die Geschichte eingehen.
    Auch in Zeiten ohne Facebook, Twitter & Co. bekommen die Nachbarstaaten von den Protesten mit und veranstalten in ihren Ländern ähnliche Aktionen.
    Dem Aufstand des 17. Juni  folgten der Posener Aufstand in Polen 1956, noch im selben Jahr der ungarische Volksaufstand, 1968 der Prager Frühling, der Arbeiteraufstand 1970 in Danzig, Gdingen und Stettin oder die Auguststreiks der polnischen Werftarbeiter 1980… Nach und nach „entsowjetisieren“ sich immer mehr Länder des sogenannten Ost-Blocks. Was letztlich auch zum Fall der Mauer 1989 führte.

    Wir merken: Man konnte sich auch ohne Soziale Netzwerke zu Demonstrationen mobilisieren, nur dauerte damals alles etwas länger…
    Aber eines war damals wie heute: Musik ist und bleibt Sprachrohr und Ventil der Bürger und ist stetiger Begleiter revolutionärer Veränderungen.

    Hier  Beispiele für West-Musik in Ost-Block Staaten:

    Mittlerweile ist die Ost-West Kommunikation so ausgereift, dass sogar das Russische Staatsoberhaupt sich nicht Paul McCartney entgehen lässt:

    Rami, ein Junge der zum „Sänger der Revolution“ wurde. Vor geschätzt zwei Millionen Menschen packt er, am Tahrir-Platz, die Slogans des Aufstands gegen den Ägyptischen Staatspräsidenetn Mubarak in seine Lieder.  Er wurde sogar in Schweden geehrt weil er die „Kraft der Musik im Arabischen Frühling“ personifiziere.

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