Endlich andere Musik.
  • Depeche Mode

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    Die Briten im French Look:
    Alles andere als „enjoying the silence“

    Die englischen Synthie-Pop-Könige zählen mit über 100 Mio. verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten Bands überhaupt, tragen selbst den Namen eines französischen Mode-Magazins, sind bislang mit jedem ihrer Studio-Alben in die UK TopTen stolziert und haben mit ihren ersten Sound-Schnitt 1981 über den Radio-Catwalk gleich mit drei Singles in die Charts pflanzen können.

    Die Wurzeln der Formation reichen allerdings bis in die 70er zurück:

    Vince, Dave, Martin and Andrew
    1976 haben Vince Clark (Keyboard) und Andrew Fletcher (Keyboard) schon gemeinsam in einer Band gespielt. 1979 gründete Vince Clark u.a. mit Martin Gore ( Keyboard, Gesang) die Band French Look. Nach mehreren Umbenennungen stieß 1980 Sänger Dave Gahan hinzu. Von ihm stammte angeblich die Idee mit dem Namen des French Look Mode-Magazins Depeche Mode.

    Sie haben alle Instrumente durch (Synthesizer-)Keyboards ersetzt, was den Produzenten und Label-Gründer von Mute Records Daniel Miller auf sie aufmerksam machte; durch ihn kam auch wieder Andrew Fletcher hinzu – als Quartett veröffentlichten Anfang 1981 ihre erste Single Dreaming Of Me, die in den UK-Charts bis auf Platz 57 oder Deutschland 45 klettern konnte. Das dazugehörige Album Speak & Spell war sogar in den UK TopTen.

    Vince geht …

    Nach diesem mehr als gelungenen Einstieg ins Musik-Biz, glänzten sie in den Folgejahren mit ebenso vielen Skandalen und Schock-Momenten wie Charterfolgen. z.B. gleich Ende 1981 ist der Komponist weg: Vince Clark, der einen Großteil der Songs des Debüts verfasst hatte, verlässt die Band, um sich einem anderen Projekt zu widmen. Zusammen mit Alison Moyet veröffentlicht er im März 1982 als Yazoo (oder Yaz) den Charterfolg Only You – 1985 gründet er dann mit Sänger Andy Bell das Mega-Duo Erasure.

    …und Alan Wilder kommt …

    Durch eine Anzeige in einem Musik-Magazin wird Alan Wilder zu Vince’s Nachfolger; mit ihm kommt auch wieder ein richtiger Drummer in die Band. 1984 erscheint das Album Some Great Reward, das weltweit wie ein Bombe einschlägt. Im Folgejahr veröffentlichen sie mit The Singles 81-85 einen Querschnitt ihres musikalischen Schaffens der letzten Jahre. Wirklich größere Beachtung fanden dann wieder die Folge-Alben Black Celebration (1986) undMusic For The Masses (1987). Sie gehören zu den ersten Bands die Solo ganze Stadion füllen und veröffentlichen 1989 das Konzert-Doku Live-Album Video 101. 1990 erschien das legendäre Violator Album – dessen Re-Release 2006 nochmals Millionenfach über den Ladentisch gegangen ist.

    … und Alan geht.

    Zwischen den ganzen Tourneen und Aufnahmesessions macht sich Martin Gore im Nachtleben einen Namen als Stripper – was ihn in homosexuellen Kreisen immerhin zum Idol werden ließ, jedoch die konservativen Lager (ihrer Plattenfirma) spaltete. Nach dem Ausstieg von Alan Wilder haben die Fans nicht mehr wirklich an weitere Alben geglaubt. Der große Schock: 1995 überlebt der heroinsüchtige Dave Gahan nur knapp einen Suizidversuch. 1996 spritzt er sich Drogencocktail und ist daraufhin zwei Minuten klinisch tot. Nun fangen auch die Medien an Depeche Mode abzuschreiben. Entgegen aller Einschätzungen veröffentlichten sie 1997 mit Ultra das nächste Album und planten die dazugehörige Welttournee … Ok, Ok, wir haben verstanden: Da ist’ne Band gekommen, um zu bleiben und dafür lieben wir sie!

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