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  • Ein faires Smartphone für eine bessere Welt

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    Quelle: © fairphone

    Nach welchen Kriterien sucht Ihr ein Smartphone aus?

    Ist es die Technik? Ist es das Design? Sind es die verfügbaren Apps für das Gerät? Habt Ihr Euch schonmal gefragt, welchen Weg ein Smartphone durchläuft bis es in den Läden liegt und wie es produziert wird?

    Offen gestanden, habe ich das auch nicht. Bis ein Skandal über die Arbeitsbedingungen in einer chinesischen Firma ans Tageslicht kam und bis es das Fairphone gab. Denn schon bei der Rohstoffgewinnung sollte man viel näher hinschauen…

    Ein faires Smartphone

    Ich selbst wurde auf das Unternehmen im Mai aufmerksam, kurz nachdem der Vorverkauf startete. Fairphone hat sich zum Ziel gesetzt ein Smartphone herzustellen, welches aus Rohstoffen aus Minen der Länder gefertigt wird, wo Arbeiter einfach fair bezahlt und behandelt werden und wo die Einnahmen nicht kriegsführenden Regimen zugute kommen. Es handelt sich dabei um die Rohstoffe Zinn und Tantal. Und auch bei der Produktionsfabrik wurde lange gesucht, bis man den passenden Partner in China gefunden hat, bei dem die Arbeitsbedingungen den Fairphone-Leitlinien entsprechen.

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    Quelle: © fairphone

    Nachhaltigkeit

    Doch das Fairphone ist auch in Sachen Umweltschutz durchdacht. Das geht bei der Verpackung los, in der das mit den großen Herstellern vergleichbare Mobiltelefon verschickt wird und setzt sich im Gerät fort. Wie mir Frau Furniss verriet, wird sich das Smartphone öffnen lassen, so dass man beispielsweise Akku und andere Materialien tauschen kann, damit man einfach länger als die üblichen 2 Jahre Freude am Fairphone hat.


    Crowdfunding

    Damit die Initiative mit der Produktion starten konnte wurde zunächst Geld benötigt. Damit die Finanzierung steht, mussten bis Mitte Juni 5000 Smartphones bestellt worden sein, um insgesamt 20000 Stück produzieren zu können. Die Aktion war ein Erfolg. Bereits Anfang Juni konnte man das Erreichen des Zieles vermelden. Mit der Auslieferung wird voraussichtlich im Herbst begonnen. Aktuell wurden übrigens ca. 12000 Stück geordert.

    Mich selbst hat die Aktion überzeugt und ich habe Mitte Juni zugeschlagen. Übrigens geht man mit einer Bestellung so gut wie kein Risiko ein. Wie mir die Kommunikationsmanagerin von Fairphone, Frau Furniss, bestätigte, bekommen alle Kunden im unwahrscheinlichen Fall, dass irgendetwas schief geht, den Betrag von 325 Euro zurückerstattet.
    Ich bin sehr auf den Moment gespannt, wenn ich das Fairphone in Händen halten darf, um mit guten Gewissen telefonieren und surfen zu können, da durch das Gerät die Welt vielleicht ein kleines bisschen besser geworden ist.
    Alle weiteren Infos gibts hier: Fairphone und im Interview:

    Euer Dirk

    Dirk Martens
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