Endlich andere Musik.
  • Weltberühmt und kaum bezahlt

    Ein Traum den so viele heimlich oder öffentlich hegen: Berühmt sein!

    Entdeckt und weltbekannt werden, verehrt vom einen Geschlecht, bewundert vom anderen!

    Heutzutage muss man keine unzähligen Kontakte anschreiben, es kann oft schon ein einziges Youtube-Video reichen und aus dem Nobody wird ein Star!

    Leider bedeutet Bekanntheit und Erfolg aber nicht immer auch Wohlstand und Reichtum!

    Wir zeigen euch vier Beispiele, deren Produkte jeder kennt, für die sie aber nicht mal einen vierstelligen Betrag erhalten haben:

     

    Beispiel 1: Das Nirvana „Nevermind-Baby“

    Smells Like Teen Spirit hatte wohl ziemlich jeder mal in der Playlist, wenn nicht sogar das Album „Never Mind“ im Regal.

    Auf dem Cover: Ein Baby, das unter Wasser eine am Angelhaken befestigte 1-Dollar Note jagt, nackt.

    Der Name des Babys: Spencer Elden, er ist heute über 20 Jahre alt und studiert in Pasadena Kunst.

    Never Mind hat sich bereits 30 Millionen mal verkauft, wenn Spencer für jede Kopie einen Dollar bekommen hätte, wäre er heute steinreich.

    Bezahlt wurden seinen Eltern für das Bild 200 Dollar, ob er diese im Spielwarengeschäft verprassen durfte, darf bezweifelt werden:

     

    Source: rollingstone.com via Meg on Pinterest

     

    Beispiel 2: Die Designerin des Nike „Swoosh“ Logos

    Es ist wohl eines der bekanntesten Logos der Welt! Der Nike Swoosh steht für Sport, Ehrgeiz und Erfolg, in Amerika hat sich ein regelrechter Hype darum entwickelt und viele haben sich das Logo tätowieren lassen.

    Während man denken könnte, das Symbol wurde von führenden Marketingspezialisten in jahrelanger Detailarbeit entwickelt, ist die Geschichte viel schlichter:

    Die Grafikstudentin Carolyn Davidson wurde 1971 von ihrem damaligen Dozenten und späteren Nike-Gründer Phil Night beauftragt, ein Logo zu entwerfen das Bewegung und Geschwindigkeit ausdrückt.

    Unter anderem entwarf sie die weltbekannte Grafik, die den Flügel der griechischen Siegesgötin Nike darstellen soll.

    Bezahlt wurden ihr damals ganze 35 Dollar, nach dem erfolgreichen Nike-Durchbruch auf dem Markt 1983 wurde sie allerdings zu einem Treffen eingeladen, wo sie einen goldenen Swoosh-Ring mit einem Diamanten sowie eine unbekannte Menge an Nike-Aktien erhielt.

    Klingt nach einem verzögerten Happy End 🙂

     

    Source: sneakerfreaker.com via Katlyn on Pinterest

     

     

    Beispiel 3: Der Designer des Beatle-Albums Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club

    Es ist das wohl erste Konzeptalbum der Pop-Musik, wurde vom Rolling Stone Magazin auf Platz 1 der 500 besten Alben aller Zeit gewählt.

    Bereits am Veröffentlichungstag am 26. Mai 1967 verkauften sich genügend Kopien für die goldene Schallplatte, insgesamt ging das Album mit dem bunten Cover etwa 86 Millonen mal über den Tresen.

    Das Bild für eines der erfolgreichsten Alben der Geschichte hat Peter Blake entworfen, ein in den 50er Jahren sehr bekannter Pop-Art Künstler. Die Bandmitglieder in Fantasie-Uniformen, umgeben von Blumen und 70 Persönlichkeiten aus aller Welt vereint als Gemeinschaft der „neuen freien Menschen“. Seine Gage: 200 Pfund.

    So ganz zufrieden war Blake damit bestimmt nicht, 2001 verklagte er die Plattenfirma der Beatles auf mehr Geld, weil er genervt davon gewesen sei, dass EMI ihm nie mehr Geld angeboten habe.

     

    Source: google.it via Ted on Pinterest

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    Beispiel 4: Der Schöpfer des Smiley

    Um das Arbeitsklima in der Firma State Mutual Life Assurance Cos. of America etwas zu heben und die Arbeiter zu motivieren sollte Harvey Balll 1963 einen „freundlichen Ansteckbutton“ entwerfen.

    Der Button wurde auch an Kunden ausgegeben und wurde innerhalb von Monaten weltweit bekannt.

    Ball erhielt für seinen Entwurf magere 45 Dollar und scheiterte, wegen fehlender rechtlicher Absicherung, mit Versuchen mehr Geld dafür zu bekommen.

    Er beschäftigte sich trotzdem weiterhin mit den Smileys und gründete die World Smile Corporation, deren Erlöse an Kinderhilfsorganisationen in Afrika gehen.

    Mittlerweile hält der französische Unternehmer Nicolas Loufrani, Vorstandsvorsitzende der Smiley Company, die Rechte am Smiley-Gesicht und dessen Namen in über 100 Ländern.

     

    Source: Uploaded by user via Elisa on Pinterest

    Kennt ihr noch andere weltberühmte und kaum bezahlte Stars oder Produkte?

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    Martin Glashauser - Redaktion
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    2 Kommentare zu Weltberühmt und kaum bezahlt

    1. Carol Hersee, das Mädchen in der Mitte des BBC Testbilds. Sie hat damals 100 Pfund bekommen. Mit über 70000 Sendestunden ist sie die Person, die am längsten im TV zu sehen war bzw. ist.
      Das Bild wird, neu gescannt, bis heute in der HD-Version des Testbild benutzt und ist täglich auf BBC HD zu sehen.
      http://en.wikipedia.org/wiki/Carole_Hersee

    2. Julian Angel // 11. Juli 2013 um 9:07 // Antworten

      Ich habe mit dem Designer des „PUMA“ Pumas gesprochen. Auch her hat damals (mangels Erfahrung) ein Festhonorar im dreistelligen Bereich genommen…
      Nun, als Musiker kenne ich die Situation, in der man – um Geld zu sparen – jemandem für seine Leistung eine Verkaufsbeteiligung anbietet. Nur bestehen 99% der Leute auf Cash. In vielen Beispielen könnte man also auch sagen „selber schuld“… 😉

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